Früher war alles
schlechter...
Früher[tm] habe ich viel analog fotografiert, und zwar Dias gleich
kistenweise und etwas s/w selbst laboriert.
Als erste Kamera bekam ich eine wirklich tolle Rollei 35
LED, dann später als Jugendlicher habe ich mit meiner heiß geliebten Minolta X-700 und
einem 1:4.5-5.6 70-300mm Soligor Zoom fotografiert;
noch etwas später mit einer Minolta Dynax
7000i mit Kitobjektiv und ebenfalls mit einem 1:4.5-5.6 70-300mm Zoom
plus Metz 45ct4.
Nach dem Kauf meiner ersten digitalen Kamera, einer Canon
S20 (mit irrer Auslöseverzögerung und erstaunlichem
Batteriehunger) habe ich meine
Analogausrüstung kaum noch genutzt. Die auf die S20 folgenden Exilims (Exilim EX-S100
und dann die EX-Z55)
haben diese Situation nicht verbessert, weil ich damit ziemlich gute
Bilder erzeugt habe und man sie wirklich immer dabei haben
konnte (was letztlich auch immer zu deren mechanischem Ableben geführt
hat - ein Nachruf und
Neuanfang).
Inzwischen war der ganze, nicht mehr benutze Analog-SLR-Kram in die
E-Bucht gegangen, und ich habe mit dem Gedanken gespielt, wieder mit
SLR-Fotografiererei anzufangen, um wieder manuell nicht nur in den
Ausschnitt einzugreifen - aber eben diesmal digital. Ich lieh mir eine DSLR
plus Krempel - allerdings stellte ich wieder den großen Nachteil einer
SLR-Ausrüstung fest - man braucht eigentlich noch mindestens einen
Träger dafür. Ich stellte den Wunsch als unpraktisch für das
liebgewonnene jederzeit-fotografieren-können wieder zurück.
Als mir dann die
EX-Z55 starb, war klar, daß es als nächstes eine möglichst komplett
manuell bedienbare, digitale Kompakte sein sollte, und ich fing an, nach
so etwas zu suchen. Genau an diesem Wochenende stellte Canon die G9 vor. Hatte zwar
etwas schwachsinnig viel Megapixel, konnte aber sonst alles, was die G7
konnte und dazu RAW - mußte ich also haben.
Meine Fotos wurden wieder besser, es machte Spaß, mehr als den
Ausschnitt festzulegen.
Aber die Begehrlichkeit nach richtigen Telebrennweiten, Schärfentiefe
und Schnurkus wurde stärker. Nun hatte ich ja eine gute immer dabei
Kamera, nun wollte ich auch eine Kamera fürs vorsätzliche Fotografieren.
Im Juli 2008 habe ich mir dann wieder eine (D)SLR,
genauer die Nikon D80 zugelegt
- wieder mit einem 1:4.5-5.6
70-300mm (Nikkor AF-S VR 70-300 mm 1:4,5-5,6G IF-ED) und dem üblichen, aber anscheinend nicht so irre schlechten Kit-Objektiv AF-S DX 18-70 mm 1:3,5-4,5G
IF-ED.
Anfang Januar 2009 konnte ich durch eine günstige Gelegenheit eine Nikon D300
erstehen, die D80 hat über Ebay einen neuen Besitzer gefunden. Die D300
begeisterte mich mit größerem, hellerem Sucher, einen
gesteigertem
Dynamikumfang (das ist kein HDR), erweitertem Bracketing und der Möglichkeit, Profile für
Grundsituationen zu erstellen.
Anfang März 2009 ist dann noch ein lichtstarkes Normalobjektiv, das Nikkor
AF-S 24-70mm f/2.8G ED dazu gekommen - die große Anfangsblende schafft richtig was weg. Tolles Objektiv. Dafür habe ich mich vom alten 18-70er getrennt.
Seit Anfang November 2009 bereicherte eine Panasonic Lumix
GF1 den Fotozoo, die Gründe hab ich hier
zusammengefaßt - kurz: die G9 mußte ersetzt werden.
Die GF1
begeisterte mich.
Die GF1 ist einer Pansonic Lumix
G3 gewichen, diese hat einen besseren Sensor, einen (elektronischen)
Sucher und ein klappbares Display.
Inzwischen hat sich ein ganzer Zoo von Objektiven für die
MFT angesammelt, so gar ein Fisheye
ist dabei. Trotzdem wiegt die Tasche mit dem gesamten MFT-Kram samt
Ministativ, vier Objetiven, Nodalpunktadapter usw. weniger als die Nikon
mit dem Standardzoom.