Aleks ihm sein Blog

[ Wir haben noch Hirn hinten im Haus ]

Das ist mein Blog.

Hier gibts, was ich tue, getan habe und vielleicht tun werde. Auch, wenn und weil das total unwichtig für den weiteren Verlauf der Geschichte ist. Viel Spaß damit.

Wer mich möglichst zeitnah erreichen und/oder beschimpfen will, versuche dies per Email (s.u.) oder im ircnet.

TMG §5 Kontaktdaten.


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07.02.2010

07:30 Uhr  Platzende Glühbirne



Nach meinen Wassertropfen-Bildern wollte ich mal wieder was im 'Studio' machen, und angeregt durch den Beitrag Einstieg in die Highspeedfotografie und weitere Recherchen zum Thema (z.B. hier, genauer noch hier und vor allem hier) war ich im Baumarkt und hab mir billige Alt-Glühbirnen und ein Alurohr gekauft - und es tatsächlich so einfach. Das schwierigste war, den Blitz entsprechend mit Kabeln zu versehen, also alles bis auf Masse und Mittenkontakt abzukleben.

Die Nummer mit der Glühbirne war relativ einfach, aber das verdammte Ei wollte auch beim dritten Treffer nicht komplett platzen.

Funktionieren tut das (ganz kurz) so (und das ist der Versuchsaufbau): Schraube in das Rohr fummeln, Licht aus, Kamera mit Langzeitbelichtung an, Luftpumpe kraftvoll runterdrücken. Projektil knallt durch die Birne, und schlägt gegen die Alufolien, schliesst diese dadurch kurz und löst damit den Blitz aus.

Eigentlich ganz einfach, wenn man weiß, wie.


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02.02.2010

23:05 Uhr  Winter, mal so richtig.


Winter in der Stadt stinkt.

Und zwar so richtig. Es ist kalt, nass, dunkel, eklig - man trägt sich Split, Sand und Salz in die Wohnung, trägt Depressionen mit sich rum, kann nicht genussvoll radfahren, im Biergarten sitzen, Wassersport betreiben und so weiter.

Wenn der Winter in der Stadt Schnee mitbringt, ist es ungefähr nach zwei Stunden eine dunkelgrau-schmutzigweisse Dreckspampe und friert nachts zu einer Art Atlantikwall gegen die Invasion von geparkten Autos und sorgt für Oberschenkelhalsbrüche von Omas. Mit dem Rad kann man kaum fahren, weil man sich zu schnell auf die Fresse packt, mit dem Auto will man nicht fahren, weil man es erst freischaufeln, dann freikratzen und dann im Inneren frieren muß, bis man quasi da ist, wo man eigentlich mit dem Rad hinfährt (und schwitzt). Mit den Öffis will man erst recht nicht fahren, alles voller ungewaschener, nasser, grüngesichtigen Menschen auf viel zu engem Raum.

Aaaaber - Winter auf dem Land ist super. Schnee ist und bleibt Schnee, und die Naturgewalt entfaltet sich so, wie man sich das von einem Winter vorstellt: Die Trinkwasserleitungen frieren ein, es gibt Schneeverwehungen, die auch einen waschechten Trecker mit Allrad und 16 Geländeuntersetzungen zu schaffen machen, man schippt Schnee und sitzt dann am Ofen in der Küche (und versucht eine wlan2umts-Bridge zum Fliegen zu bekommen, aber das ist eine andere Geschichte - auf dem Land gibts ja gar kein UMTS, sondern nur EDGE, aber die stinkende Fonera kann das Modem im EDGE-Betrieb nicht initialisieren und das ist wirklich eine andere Geschichte und ich höre jetzt auf darüber zu jammern).

Jedenfalls bin ich wegen dieser anderen Geschichte und um mal raus zu kommen, nach Hullerbusch gefahren (kurz vor Sibiren, ziemlich genau da, wo wir zum Jahreswechsel den Großbrand ausgelöst haben - der Ort mit der weltbesten Bio-Schäferei und allen Produkten, die man so aus Schaf und Ziege herausgepuhlt bekommt).

Schon die Fahrt dort hin war ein Abenteuer, weil es am Freitag heftigst angefangen hat zu schneien. Normalerweise brauche ich so dreieinhalb bis vier Stunden für die Strecke, am Freitag hab ich über sechs Stunden gebraucht, weil einige von den Chaoten, die auch unbedingt irgendwo hin mußten, nicht kapiert haben, daß man auf der Autobahn, wenn sie eine komplett geschlosssene Schneedecke und mit einem nicht überfahrbarem Mittelhuckel aus Eismatsch zwischen den Spuren ausgestattet ist, eben nicht die Spur wechselt, bremst, lenkt oder sonst irgendwelche irren Mannöver fährt.

Auf den Landstrassen hinterher ging es dann einigermaßen, fast ganz zum Schluss hab ich kurz in einer Schneespur gesteckt, die der vorherfahrende Schneepflug durch Nichtabbiegen erzeugt hat - ging aber mit einmal zurücksetzen dann doch.

Am nächsten Morgen haben wir dann die Schafe gefüttert (bei der Schneetiefe finden die nix mehr selbst) - wir, naja also ich hab fotografiert..., die Natur durch die Küchenfenster beobachtet, einen Schneeflug, den die Hunde über das Gelände ziehen können gebaut, und sind dann nach dem entsprechenden Notruf mit dem Trecker los, um ein paar Autos, die sich hinter dem nächsten Dorf festgefahren hatten, frei zu schleppen.

Da war dann richtig Schneesturm - nach so etwa 50 Metern war die Welt einfach in jeder Richtung zu Ende. Witzigerweise hatte ein Teil der Eingeschlossenen nicht mal richtige Schuhe an, geschweige denn Kopfbedeckungen, Handschuhe, Abschleppseile und so weiter.

Am Nachmittag wollten wir dann Rodeln, trotz nicht ganz optimaler Bedingungen (Tiefschnee). Dafür hatten wir einen SpezialRodelwannenZugHund, der unermüdlich die Rodelwanne gezerrt hat (eigentlich eine Schaftränke, ein Schlitten wäre nicht gegangen, zu schmale Kufen für so tiefen, fluffigen Schnee). Chico hat sich damit den Namen Schneestürmer verdient.

Am Abend hab ich mich dann mit dem nicht wirklich vorhandenen Internet rumgeärgert. Dazu schreibe ich glaube ich noch mal was gesondert.

Am nächsten morgen gabs dann nach dem Sonntagsei (die Hühner waren trotz der Kälte enorm fleissig) selbst gebaute Riesenschneeschuhe, um ein Schleppdach von der irren Schneelast zu befreien, ohne selbst durchzubrechen, Schneeverwehungen mit dem Frontlader wegbaggern und dann noch mal rodeln, diesmal allerdings sehr viel dynamischer und ohne Zughund.

Da mir zumindest am Samstag nicht ganz klar war, wie ich rechtzeitig wieder in die Zivilisation zurückkehren könnte, bin ich dann Sonntag am frühen Nachmittag bei erneut einsetzendem Schneefall sicherheitshalber losgefahren.

Tolles Wochenende. Und ich hab tolle, neue Hausschuhe aus Schaf, wieder den Wunsch nach nem Hund (was total utopisch ist, solange ich in einer Stadt hause).


Ahja, Film zum Wetter: Nord. Sehr gut gemachter, lakonischer, mit tollen Landschaftsaufnahmen und irren Typen gespicktes norwegisches Roadmovie.


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31.01.2010

07:30 Uhr  Blaues Licht



Externe Festplatten buhlen durch funktional total unnötige Lichteffekte um Aufmerksamkeit.



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28.01.2010

14:28 Uhr  Facebook - Privacy Wahnsinn und Web2.0 Selbstmord


Da liest man nen RSS-Feed und klickert auf den Artikel, SPON poppt auf, und in der linken Spalte taucht meine Hackfresse auf. WTF?

Noch mal geguckt. Ja, its me. Mein Facebook-Account irrlichtert in einem Widget durch Spiegel Online, hat sich irgendwo ein Cookie aus meinem Browser gepuhlt und die richtigen Schlüsse gezogen.

Nach den anderen, gruseligen Erfahrungen mit FB reicht mir das jetzt, da ich sowieso keinen Mehrwert aus der FB-Community ersehen kann - ich spiele keine Browserspiele, trete auch keinen Gruppen bei, in denen man sich wünscht, anderen ihre virtuellen Bauernhöfe zu verbrennen, wenn es noch eine Farmville-Anfrage gibt, und der meiste inhaltslose Dreck, den meine 'Freunde' dort absondern, interessiert mich auch nicht sonderlich, für meine narzistischen Neigungen reichen mir Twitter und vorallem mein Blog komplett aus.

Facebook hat nach meiner Testphase von etwa drei Wochen genau ein gutes: Ich kann meine eigenen (ebenfalls inhaltsleeren) Ergüsse aus Twitter und meinem Blog automatisiert einer größeren Öffentlichkeit anbiedern, weil man Twitter und RSS-Feeds in FB anflanschen kann.

Das schlechte Gefühl, daß sich eine Facebook-App wohlmöglich automagisch auf dem mobilen Kommunikationsendgerät durch die dort abgelegten Telefonnummern frist und diese bei FB gegencheckt, ist ziemlich gruselig und den Grund (Avatarbilder für das eigene Adressbuch auf dem mobilen Telekommunikationsendgerät zu ziehen) glaube ich eh nicht.

Dann hab ich mich mal durch die Leute geklickert, die auf der gleichen Schule wie ich waren (naja, wohl eher sind), und z.B. im Slip und hautengen Oberteil auf einem Bett posieren - ohne einen Gedanken daran, diese Bilder nie wieder (nie nicht überhaupt gar nicht wieder) entfernt zu bekommen, oder Leute, die anscheinden den ganzen Tag während der normalen Büroarbeitszeiten Farmville spielen: Wollt Ihr Euch wirklich nie wieder irgendwo anders bewerben?

Ich nehm mir jetzt den Strick. Scheisse. Nicht mal das klappt, da sind gerade zu viele Selbstmorde am Laufen. Dann später, dann könnt Ihr Facebooker das hier wenigstens noch lesen, und versuchen, mich von meiner Tat abhalten!

Ja, mir ist klar, daß ich trotzdem Web2.0 Dinge tue und stelle hier im Blog oder per Twitter oder per Oerkswatch private Daten und Meinungen dar, aber da bestimme ich die Granularität einigermaßen selbst.


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22.01.2010

16:41 Uhr  Feuer und Eis



Lok 99 7240-7 der Harzer Schmalspurbahn wartet auf die Weiterfahrt in Richtung Wernigerrode in Drei Annen Hohne, s-lich des Brockens - 31. Januar 2009.



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17.01.2010

07:30 Uhr  Feuer



Feuer im Fass.

Feuer bietet die Fazination der Zerstörung und der Geborgenheit gleichzeitig.

Dreifeuriges Silvester 2009/2010 in Hullerbusch, Feldberger Seenplatte, MeckPöm.


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10.01.2010

07:30 Uhr  Hafenkran - Relikte aus der Stückgutzeit



Fast alle Hafenkrane (ja, der Plural ist ohne ä) im Hamburger Hafen sind inzwischen durch Portalbrückenkrane (lies fast immer als: Containerbrücken) ersetzt worden.

Fast alles kommt inzwischen in den großen Schachteln an, mal abgesehen von Massen(schütt)gütern wie Schrott, Getreide/Soja, Kohle/Erz und Schwerlast-Stückgütern, die nicht in die Schachteln reinpassen (Lokomotiven, Panzer, Schiffsantriebe und so unhandliches Zeugs).

Die Hafenkrane haben eine so große kulturelle Bedeutung für Hamburg, daß von den alten Typen eine Menge gerettet wurden und nun am Bremer Kai (an den 50er Schuppen, Museum der Arbeit) auf ihre Restaurierung warten.

Es gibt einen sehr ausführlichen und lesenswerten Artikel zur Geschichte und Funktion der Hamburger Hafenkrane auf lostplaces.

Ein paar restaurierte Krane sind sogar schon wieder an ihre alte Wirkungsstätten zurück geschafft worden, um dort als pseudomaritime Kulisse für Neuhamburger und Elbphilharmoniebesucher zu dienen - ohne je wieder kranen zu können.

Die Pseudomaritimität geht den Bewohnern der Hafencity aber schon etwas zu weit - die Museumsschiffe im neuen (Museums-)Sandtorhafen dürfen nicht ihre Maschinen vorheizen (Kohlenruß ist zu maritim-authentisch), deren Besatzungen nicht die Flex benutzen (Lärm ist zu maritim-authentisch), und die Elbe darf am liebsten auch nicht ebben und fluten (Geruch von Fauling im Sommer ist zu maritim-authentisch), und die Natur (hier stark überrepräsentiert durch 8-beinige Kleintiere, stark unterrepräsentiert durch Singvögel) findet auch nicht ihren gewohnten Lauf, weil sich in der bekloppten Bauweise Spinnen aber keine Singvögel ansiedeln, die die Spinnen fressen.


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03.01.2010

07:30 Uhr  Beelitz Heilstätten - vergessenes Krankenhaus



Der ehemalige Krankenhauskomplex Beelitz Heilstätten im Südwesten von Berlin ist frei zugänglich und strahlt einen morbiden Charme aus.

Leider ist neben dem normalen Verfall nach dem Abzug der Russen und dem Bankrott des Investors nun auch relativ viel Randale dort, der den alten, wunderschönen Gebäuden zu schaffen macht. Interessant, wieviel Kunst in damaligen Zweckbauten gesteckt hat.

Das Bild ist aus der Frauen-Lungenheilanstalt, noch mehr Bilder gibts unter Beelitz Heilstätten in meiner Galerie.



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02.01.2010

19:11 Uhr  Feuerteufelleien zum Jahresende


Wenn man ein Feuer machen will, ist es wichtig, genug Holz zu haben.

Wenn man dann noch den ganzen Winterschnitt weg haben will, lädt man sich einfach ne Horde Pyromanen ein, fährt den Winterschnitt auf einen Haufen zusammen, und zündet es dann an.

Schöne, angemessen große (drei) Jahresendfeuer mit einem Feueropfer.

Ich wünsche allen ein tolles 2010!


Wie immer: Klickern auf die Bilder vergrößert, bzw. zuppt in die Galerie.

Entstehungsort der Bilder ist die Schäferei Hullerbusch mitten in der Feldberger Seenplatte in MeckPom. Dort gibts alles vom (Bio-)Schaf.

Wir haben den Jolli nicht aus Quatsch oder Zerstörungswut so zertrümmert, er war einfach so morsch, daß er nicht am Frontlader gehalten hat, und beim Abladen etwas zerfleddert ist.


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28.12.2009

22:57 Uhr  Sweetspot - Lensbaby at work


Ich hab zu Weihnachten ein Lensbaby bekommen. Da das schon länger auf meiner Wunschliste stand, hatte ich das als mögliches Geschenk vergessen und mich dann umso mehr gefreut, es zu bekommen. Leider hatte ich die passende Kamera nicht mit zur Bescherung dabei, sche-ade, sche-ade.

Nach ein paar Indoor-Versuchen war ich dann heute mal damit draußen unterwegs, um rauszufinden, was man mit dem Dings so anfangen kann.

Generell: Ein Lensbaby (es gibt unterschiedliche Typen) ist ein Spaß-Objektiv, das die Möglichkeit bietet, den Schärfepunkt (der in einem normalen Objektiv eine SchärfeEBENE ist (alles im gleichen Abstand von der Hauptebene/Sensor ist gleich scharf)) sehr bewußt auf ein Objekt zu setzen und diesen 'Sweetspot' auch noch auf dem Bildausschnitt zu verschieben, indem man den vorderen Teil des Objektivs verschiebt.

Die Konstruktion des Objektivs ist im Vergleich zu den hochgezüchteten Linsen, die ich sonst so einsetze, sehr primitiv, aber das macht den Reiz aus. Das Objektiv hat z.B. keine Springblende, die durch den Belichtungsmesser der Kamera gesteuert wird, sondern einfache, magnetgehalterte Scheibchen, die man mit einem Spezialwerkzeug (naja, Magnetstielchen mit Aufbewahrungsort für die Blenden eben) einsetzt. Je offener die Blende, desto kleiner ist der Sweetspot (der Punkt, der einigermaßen scharf ist). Scharfgestellt wird ebenfalls nur manuell. Die Kamera steuert die Belichtung also nur dadurch, daß sie geeignete Zeiten zu dem gemessenen Lichteinfall auswählt.

Die Sache mit den manuellen Blenden hat noch eine zweite Implikation, und zwar stellt man dadurch immer mit Arbeitsblende scharf, d.h. abgeblendet. Normale Objektive messen die Entfernung und Belichtung bei offener Blende und blenden nur beim Auslösen auf den eingestellten Wert ab. Das hat den großen Vorteil, daß das Sucherbild schön hell ist.

Dies ist beim Lensbaby nicht der Fall :) Da man sowieso gezwungen ist, immer manuell scharfzustellen, ergeben sich praktische Handhabungsschwierigkeiten: Ich hätte gerne ein helles Sucherbild, damit ich richtig scharf stellen kann, gleichzeitig hätte ich gerne etwas Schärfentiefe, damit der Sweetspot beherrschbar groß bleibt, dafür muß man aber abblenden.

Immerhin hab ich in meiner Kamera eine Mattscheibe mit Microprismenring und Schnittbildindikator - damit kann zumindest, wenn das Lensbaby geradeausguckt, gut scharfstellen. Allerdings nutzt das nix, wenn man tilt/shiftet (oder wie das richtig heißt), dann ist der Sweetspot relativ schwer erkennbar, wenn man eine kleinere Blende eingelegt hat.

Das führt dann dazu, daß im dritten Bild der Schlepper achtern und nicht vorn scharf ist. Das näxte Mal also mit Blende 4, nicht 2.8..., dann sieht man zwar noch weniger, was scharf ist, dafür hat man mehr Luft in der Einstellung.

Witzig ist, daß sich auch durch den Sweetspot ähnlich wie bei Tilt/shifting schnell so ein Modellbauansichtseffekt einstellt.

Lensbaby bietet noch zwei weitere Formen von Objektiven an, ich denke aber, daß Composer genau die richtige für mich ist. Die Einstellungen, die man vornimmt, bleiben im Gegensatz zur Muse erhalten, wenn man das Objektiv los läßt (wenn man die Kamera weiterhin festhält oder ein Stativ einsetzt, zumindest), gleichzeitig lassen sie sich aber sehr leicht einstellen (im Gegensatz zum Controlfreak - dafür kann man da quasi an der Mikrometerschraube drehen, bis es exakt so ist, wie man es haben will, aber das ist mehr was fürs Studio und Stativ). Muse ist also eher was für Lomographen, und Controllfreak entsprechend für Studiosi, Composer kann beides, also Country&Western.

Desweiteren sind die eigentlichen optischen Elemente (der Fachmann sagt gerne 'Linsen') im Baukastensystem austauschbar, neben dem gelben Einsatz, den ich verwende (Glas, zweilinsig, von den angebotenen Einsätzen am schärfsten), gibt es noch weitere Objektiveinsätze zu kaufen, die mir allerdings nach dem Betrachten der Vergleichsbilder zu stark künstlerischen Aspekten (lies: ich finde sie zu unscharf) gerecht werden. Unscharf kann ich selbst, da brauche ich keine minderwertigen Linsen für.

Dann gibt es noch Tele- und Weitwinkel-Einsätze (das Lensbaby hat ungefähr eine 50mm-Brennweite an Kleinbildequivalent). Das fänd ich schon interessant, obwohl die dann wieder durch mehr Linsen dunkler machen.

Das Ding werde ich jetzt wohl öfter benutzen, es macht Spaß, damit zu fotografieren und Dinge noch mehr als durch Schärfentiefeneinsatz aus oder in den Blickpunkt zu holen, aber eher mit Blende 4 (also gemindertem Effekt).


Wie immer: Klickern auf die Bilder vergrößert, bzw. zuppt in die Galerie - Entstehungsort der Bilder ist unter, auf, neben dem Dockland in Hamburg.


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27.12.2009

07:30 Uhr  Das sogenannte Schneechaos



Hamburg stöhnt unter dem sogenannten Schneechaos, weil für den Norden total unübliche 1cm liegen bleiben. Der Versuch, den fliegenden Pulverschnee fotografisch einzufangen, ist mir mißlungen.

Problematisch ist die (für den Norden) unübliche große Kälte.



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25.12.2009

02:51 Uhr  Weihnacht


Ruhe in der Bewegung



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23.12.2009

14:20 Uhr  Alle Wetter - die Bahn


Komplettzitat:

Bahn reagiert nicht auf Ausfälle
Keine Ersatzzüge zwischen Berlin und München

Mitten im Weihnachtsreiseverkehr drohen auf der ICE-Strecke zwischen Berlin und München massive Behinderungen. Trotz des angekündigten Ausfalls jeder zweiten Schnellzugverbindung plant die Bahn nicht, Ersatzzüge auf die Strecke zu bringen.

"Leider können wir keine Ersatzzüge zur Verfügung stellen, da zurzeit alles fährt, was fahren kann", erklärte ein Unternehmenssprecher im Mitteldeutschen Rundfunk. Es werde daher in den Zügen, die noch fahren, "sehr, sehr voll werden". Wenn jemand für einen Zug reserviert habe, der nun ausfalle, dann "verfällt leider die Reservierung", erklärte er. "Spätfolgen des strengen Dauerfrostes"

Die Bahn hatte am Dienstagabend mitgeteilt, dass die ICE-Schnellzüge zwischen der Hauptstadt und München vom 23. bis 27. Dezember nur im Zwei-Stunden-Takt statt wie üblich jede Stunde fahren. Zur Begründung hieß es, die Züge müssten wegen des Winterwetters besonders intensiv gewartet werden. Das Unternehmen begründete die Situation außerdem mit "Spätfolgen des strengen Dauerfrostes, den wir in den letzten Tagen hatten".

Quelle: tagesschau.de.

Na, zum Glück haben wir keinen Krieg, Naturkatastrophe oder sowas, nur für die Jahreszeit völlig normale Umweltbedingungen.



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20.12.2009

20:03 Uhr  Orginal und Fälschung - passend zum Wetter


Heute muß ich mal auf einen Umstand hinweisen, der den meisten Zivilisten gar nicht bekannt sein dürfte: Die meisten Schneedarstellungen beruhen auf stumpfen Fälschungen!

Ja, wirklich.

Anbei mal ein paar Beispiele, oben das Original: Schnee liegt auf etwas (in diesem Fall auf der Gaffel der Nobile). Es ist angenehm fluffig und so.

Darunter eine sehr gut gemachte Kopie aus Kunststoff, erst erkennbar bei genauerer (Klick vergrößert) Betrachtung - die Gleichmäßigkeit fällt dann doch auf. Und deswegen steht gerade die halbe, sogenannt zivilisierte, Welt still, weil keiner genau hinguckt!

Ganz unten eine vergleichsweise plumpe Fälschung wahrscheinlich osteuropäischer Herkunft. Funktioniert - wenn überhaupt - nur in der Vorbeifahrt (wird dann z.B. Oberleitungsvereisung genannt), in der Nähe von Flughäfen oder auf dem Audiokanal im Verkehrsfonk.

Achja, Erderwärmung und so.

Erderwärmung mein Arsch! Minus 8°C ist einfach scheisse, und das auch noch schon im Dezember.
Mein Auto wird da einfach nicht mehr angenehm warm. Vielleicht ist auch einfach nur der Thermostat karpott, könnte auch sein.


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07:30 Uhr  Erster Nachtfrost macht Eishäarchen auf Handlauf



Der erste Nachtfrost im Winter 2009/2010 sorgt für Kurzgefrorenes an einem Handlauf (02.12.09, auf dem Dach von SinnerSchrader). alle.



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this oerks!

Wegen der Spamseuche wird die angegebene Emailadresse sehr stark gefiltert (und es fehlt das at - sorry) - sie ist von typischen Spam-Domains wie yahoo,hotmail,excite usw. sowie mit syntaktisch und/oder semantisch falschen Emails nicht erreichbar.