Aleks ihm sein Blog

[ Wir haben noch Hirn hinten im Haus ]

Das ist mein Blog.

Hier gibts, was ich tue, getan habe und vielleicht tun werde. Auch, wenn und weil das total unwichtig für den weiteren Verlauf der Geschichte ist. Viel Spaß damit.

Wer mich möglichst zeitnah erreichen und/oder beschimpfen will, versuche dies per Email (s.u.), per Twitter oder im ircnet oder suche mich persönlich auf.

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16.01.2012


18:30 Uhr  Chaotische Zustände bei der Havarie der Costa Concordia?


Symbolbild

Überall in den Medien ist von absolut chaotischen Zuständen beim Verlassen der havarierten Costa Concordia die Rede.

Ich halte das für Unfug. Kurzversion: Da waren über 4200(!) Menschen an Bord. Verluste: Etwa 22. Das sind 4 Promille oder so. Das ist eine hervorragene Leistung, vor allem, wenn man sich ansieht, wer üblicherweise solche Kreuzfahrten bucht.

Aber mal langsam, was ist da eigentlich passiert?

Ein großes (290m lang), modernes (Baujahr 2006) Kreuzfahrtschiff frist eine Klamotte und hat starken Wassereinbruch. Die Besatzung beschliesst, das Schiff aufzugeben.

Genauer: Das Kreuzfahrtschiff kommt vom italienischen Festland in Richtung der Insel Giglio gefahren, die See ist ruhig, es ist abends gegen halb neun. Das Schiff fährt viel zu dicht an die Insel heran, um etwas zu posen. Anscheinend ist das so üblich.
Diesmal geht es schief, das Schiff knallt auf einen Felsen und schlägt leck. Interessant dabei ist, das der Fundort nicht dem Tatort entspricht (hab ich im Tatort gelernt, schön, nicht?), das kann man aus mehreren Indizien ableiten:

  • Der Schiff kam von SE Richtung NW auf einen Nordkurs (siehe AIS-Plot. Der AIS-Track ist nicht vollständig, dazu weiter unten mehr)
  • Das Loch im Schiff ist auf der linken (Backbordseite) des Schiffes relativ weit achtern (Richtung Heck)
  • Die Endposition des Schiffes, bekannt aus Funk und Fernsehen ist aber mit dem Bug nach Süden gerichtet, entgegen der ursprünglichen Fahrtrichtung.

Mit großer Wahrscheinlichkeit ist das Schiff gegen einen Felsen der Gruppierung 'Le Scole' (siehe Karte Kartenausschnitt, ranzoomen an die Insel) geknallt, als man bereits dabei war, Richtung Nord (also nach Steuerbord) aufzudrehen. Ansonsten wäre das Schiff mit dem Bug oder zumindest mit dem vorderen Schiffsteil kollidiert, man kann gut sehen, daß das auf keinen Fall passiert ist, der vor dem Kontaktpunkt liegende Stabilisatorflügel (die Flosse ganz links im Bild, senkrecht zum Rumpf) ist nämlich noch dran.

Ein Schiff dreht über das Heck, nicht wie ein Auto über den Bug, der Drehpunkt liegt je nach Unterwasserschiff irgendwo in der vorderen Hälfte des Unterwasserschiffs, das Heck schmiert also weit gegen die gewünschte Fahrtrichtung nach außen weg.

An 'Le Scole' wird es sehr schnell sehr flach, von über 50 Meter auf 10 Meter (der hellblaue Bereich ist innerhalb der 10-Meter-Tiefenlinie).

Bei der Kollision hat es sicherlich einen starken Wassereinbruch gegeben, im achteren Bereich unten im Rumpf sind auch die Maschinenräume. Dieses Schiff hat keinen konventionellen Antrieb, also Motor-Welle-Schraube, sondern Azipods, das sind Elektromotoren mit Propellern dran, die komplett außerhalb des Rumpfes untergebolzt sind - je nach Ausführung sind diese Gondeln komplett drehbar und dienen damit auch als Ruder.

Die Azipods werden durch Elektro-Generatoren gespeist, genauso wie der Rest des Schiffes, also der Hotelbetrieb, die Navigation, Piloteneierkratzmotor, Ruderanlage, usw.
Fällt ein Teil der Generatoren (es gibt 6 á 12000 KW) spontan aus, weil sie durch die Kollision aus den Fundamenten gerissen wurden oder durch Wassereinbruch, bricht das Stromnetz wahrscheinlich schnell komplett zusammen: Blackout. In so einem Fall wird es wahrscheinlich batteriegestützte Notsysteme geben, die für eine kurze Zeit die Notbeleuchtung, die Navigation und ähnliche zentrale System am Leben erhalten, bis weitere Generatoren laufen und eher unwichtige Lasten (Kühlhaus, Wäscherei, Wassermacher, Bühnen- und Außenbeleuchtung, Küchen, Warmwasser usw) abgeklemmt werden können.

Ich nehme an, daß die Maschinenräume des Schiffes in mehrere Brandabschnitte aufgeteilt sind, so daß auch bei einem Totalausfall eines Maschinenraums noch genug elektrische Leistung produziert werden kann, um Ruder im Schiff zu behalten.

In diesem Moment (bzw. nach dem Schock über eine unvorhergesehene Situation) geht dann die Notfallroutine los:

  • Gab es Schäden, welche?
  • Ergeben die Schadensmeldungen gemeinsam einen Sinn?
  • Was ist also passiert?
  • Gab oder gibt es einen Wassereinbruch?
  • Ist die Schwimmfähigkeit gewährleistet? Wie ist die Trimmlage? Ändert sich die Trimmlage?
  • Ist die beschädigte Technik ein lebenserhaltendes System oder nur für Komfort zuständig?
  • was machen wir, wenn das Schiff nicht zu halten ist?
  • usw.

Es wird dauern, bis sinnvoll interpretierbare Schadensmeldungen auf der Brücke einlaufen, bis das Maschinenpersonal weitere Diesel am Start hat und versteht, was gerade passiert sein könnte.

Solange nicht klar ist, was passiert ist, ist es auch nicht sinnvoll möglich, parallele Abwehr- (durch die Besatzung) und Rettungsstrategien (für die Paxe) zu zünden, deswegen ist es für mich nicht verwunderlich, daß die nicht sofort einen Notruf abgesetzt haben. Was soll man da denn auch sagen, wenn die fragen, was passiert ist?

Währenddessen fuhr (oder driftete, das ist ja einiges an Masse) das Schiff weiter nach Norden. Als klar war, daß es einen erheblichen Wassereinbruch gegeben hat, und das Schiff eventuell aufgegeben werden müßte, wurden die Passagiere informiert und die Evakuierung eingeleitet. Parallel dazu hat die Besatzung das Schiff auf Gegenkurs, in flaches Wasser gefahren und es mit Absicht auf Grund gesetzt. Dieses Mannöver schafft Zeit für die Evakuierung, tiefer geht es dann nicht mehr, die Gefahr des Umkippen besteht aber (je nach Untergrund).

Zählt man auf den zahlreich vorhandenen Bildern die Rettungsboote, die an der Mole des Inselhafens liegen, kann man feststellen, daß mindestens 13 Rettungsboote zum Einsatz kamen. Das Aushieven, besetzen und wassern von Rettungsbooten ist ein zeitaufwendiges Verfahren, vor allem, wenn da noch nicht gedrillte Leute an Gehhilfen und eigenem Willen teilnehmen. Nicht ohne Grund sind in der kommerziellen Frachtschifffahrt Freifallrettungsboote vorgeschrieben, das geht bedeutend schneller - aber auf Mumienschiebern und der großen Menge von Paxen ist dieses Verfahren nicht praxistauglich. Freifallen muß geübt werden.

Das Aushieven von Rettungsbooten mag den Paxen auch chaotisch vorkommen, aber es ging eben nicht darum, 4000 Sack Kartoffeln in die Rettungsboote zu buchsieren, sondern Menschen mit nem eigenen Willen und Kamerahandy, die wohl auch das volle Verhaltensspektrum von Nichternstnehmen und Behindern/Infragestellen der Arbeiten bis zu hysterischen Panikreaktionen gezeigt haben - und das gegen ebenfalls aufgeregte, unter Zeitdruck stehende, fremdsprachlich herausgeforderte, wild gestikulierende Italiener...

Anscheinend hat die Besatzung es aber geschafft, fast alle Passagiere von Bord zu bekommen. Trotz schwerer Schlagseite (ab einer bestimmten Krängung funktioniert das Aussetzen von Booten auf der einen Seite nicht mehr, weil diese dann nur noch über die nicht mehr senkrechte Bordwand schlubbern).

Die Besatzung kann nichts dafür, daß irgendwelche Vollhonks im Dunklen über 20 Meter tief (schon mal vom 10er gesprungen? Im Dunklen?) in die Tiefe gehopst sind.

Die Beschwerde, daß die Lichter an den Rettungskragen nicht gingen, ist richtig. Diese Lichter funktionieren mit Salzwasserauslösern, damit die Passagiere diese nicht in ihren Kabinen als Taschenlampen benutzen und im Notfall funktionieren! Es gibt weitere, ähnliche Beschwerden, die bei auch nur minimaler Ahnung von der Materie ziemlich albern aussehen.

Ohne Frage ist es völlig bekloppt, unseemännisch und gefährlich, so dicht unter Land zu fahren, aber die Gegenmaßnahmen und die Rettung an sich sind aus meiner Sicht ziemlich professionell gelaufen, die Hyänen waren auch ziemlich schnell vor Ort (in dieser Webcam sieht man schön Bergeschlepper in den Farben von Smit Tug und Mammoet).

Die mediale Nachbearbeitung schreit aber genau nach Experten, gnadenloser Fehlersuche und Zeigefinger auf vermeintliches Chaos. Anscheinend kann man sich so ein Unglück (das bei Licht besehen irre glimpflich abgegangen ist) einfach nicht anders vorstellen.
Komischerweise fallen die Fnords, von denen es richtig große Fotos gibt, nicht auf. Z.B. wird bei Speigel über den 'Fahrtenschreiber' berichtet. Das hier soll er sein. In Fällen, in denen ein VDR (Voyage Data Recorder) vorgeschrieben ist (u.a. auf Paxen ab 2002) sind deren FRM (final recording media capsules) entweder als freefloats ausgelegt (die schwimmen auf, wenn das Schiff absäuft, ähnlich einer Rettungsinsel oder einem EPIRP) oder sie sind so montiert, daß man sie auch Unterwasser mit einem Tauchroboter automatisiert bergen kann - dafür haben die dann aber entsprechende Henkel, in die ein ROV fassen kann. Diese Kiste sieht gar nicht danach aus. (Wer das vertiefen will: BSU Stellungnahme zu VDRs).

Und klar, daß man sowas wichtiges übers freie Wasser weiter reicht, mit mindestens zwei Pressefotografen dabei. Ranziehen an die Riesengummisau ist ja kaum möglich.

An einem weiteren Punkt kann man sich auch gut die Verschwörungstheorien sparen, und zwar bei der Frage, warum es nicht durchgängig ein AIS-Signal vom Schiff gab.

Die öffentlich zugänglichen Trackingsysteme für Schiffspositionsdaten (AIS = automatic identification system; Transponder auf UKW-Seefunkfrequenzen, die selbstständig die Position, Geschwindigkeit, Drehgeschwindigkeit, die statische Schiffsdaten, aktuellen Tiefgang, Reiseziel usw. senden. AIS dient zur Verkehrslenkung durch Revierzentralen und auch durch die anderen, im Seegebiet herumfahrenden Schiffe selbst) wie z.B. marinetraffic.com, digitalseas.com oder vesseltracker.com nehmen einfach nicht jede Position auf - da entstehen dann Lücken.

Dazu kommt, das AIS ein chaotisches System ist, d.h., jedes AIS-System sendet, wenn es Lust hat. Es kann sein und ist üblich, daß mehrere Systeme zeitgleich senden - einfach so. Das macht nichts, weil relativ häufig gesendet wird - je nach Fahrtzustand (vor allem Geschwindigkeit) häufiger oder selten (festliegend).
Es kann also ohne weiteres dazu kommen, daß die Tracker ein paar Positionen nicht mitbekommen, weil da noch gerade ein anderer dröhnt, oder weil deren Empfänger gerade auf der anderne Frequenz sind, oder weil zum Zeitpunkt des Snapshots (das sind nur Momentaufnahmen, nix kontinuierliches) einfach gerade kein Signal kommt.

Das Abklemmen des AIS-Signals bedarf ähnlicher Maßnahmen wie das Abklemmen eines Taxameters in einem Taxi, das ist nämlich bis auf ganz wenige Ausnahmen illegal und macht ein dickes, rotes X in das VDR des Schiffes (es gibt Gebiete, in denen die IMO das Abklemmen erlaubt, damit die Schiffe nicht direkt it einem Preisschild für die Piraten rumfahren müssen).

Ich glaube nicht, daß das erste, was die auf der Brücke tun, das Abklemmen des AIS-Senders ist, und dieser fällt auch nicht bei Blackout aus - der hängt mit auf den vorgeschriebenen Notbatterieen des UKW-Seefunks. Wenn, dann haben sie das vorher abgeklemmt, in dem vollen Bewußtsein, was illegales zu tun.

Die Reederei so, als wäre die dichte Vorbeifahrt das allererste Mal gewesen - normalerweise wissen die sehr genau, wo sich ihre Schiffe befinden, und es gibt sofort Hassanrufe an Bord, wenn das aus irgendeinem Grund nicht funktioniert.

Wer die Aufzeichungsmöglichkeiten Gegentesten will: Einfach mal auf marinetraffic.com ein anderes Schiff raussuchen, das nicht Strecke macht, sondern eher kreiselt, z.B. eins vom Typ Lawenforcement in der Deutschen Bucht, z.B. einen Fischverteidiger äh Fischereischutz, Seeadler oder so. Die machen genauso Sprünge.

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15.01.2012


19:31 Uhr  Kleine Welten



Ich hab nen neues Objektiv, mit dem kann man ulkige Dinge tun. Bei normalen Bildern denkt man zwar, dass gleich das Haus einstürzt, aber das soll so. Fischauge, sei wachsam!

Das Objektiv hat keine CPU, deswegen gibts auch keine Exifdaten. Es ist ein Samyang 7.5 (in D nennt es sich WalimexPro 7.5).

Ich muß jetzt noch lernen, wie man bei little planets das Stativ aus dem Nadir(unten)-Bild bekommt, und dann mal auf Motivsuche gehen. Drähte im Himmel von Oberleitungen oder Strommasten sind auch witzig.

Sehr hilfreich bei Panoramen ist ein Nodalpunkt-Adapter (und ja, das Wort ist eigentlich falsch), ich verwende einen von PT4Pano.

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11.01.2012


20:33 Uhr  Schafschweiss



Ein nasses Schaf fängt nach ein paar Kilometern kontinuierlichem Gehoppel an zu dampfen. Verkehrsregeln gibts auch nicht, wichtig ist, den gesamten zur Verfügung stehenden Raum einzunehmen.



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11.12.2011


00:12 Uhr  Mein Auto denkt mit.


Symbolbild

Nach einem eigentlich ziemlich unbedeutenden Fahrfehler meinerseits mit anschliessendem unsanftem Kontakt mit dem Heck eines Autos einer anderen Verkehrsteilnehmerin mußte ich meinen fahrbaren Untersatz tauschen.

Mein Werkstattmensch mußte lachen, als ich mit dem Wrack des ollen Opel bei ihm vorgehoppelt bin, eine Reparatur lohnt sich da nicht mehr - obwohl das erstmal gar nicht so schlimm aussieht. Der Opel freut sich jetzt auf Afrika.

Ein neues Auto mußte also ran - Zeitdruck hatte ich nicht, eigentlich ist so ein Auto ja ein Luxusartikel, aber ein Luxus, den ich mir leisten will.

Ich wollte ein Auto mit viel Platz, also eher ein Hochdachkombi als einen Kombi. Nils ihm sein Caddy hat mir gut gefallen, also hab ich mal nach Caddys geguckt. Dabei ist mir aufgefallen, daß Caddys und Tourans gebraucht ungefähr das gleiche kosten, obwohl die Neupreise sich erheblich unterscheiden. Der Caddy ist an ein paar Punkten lkw-ier, einfacher, die Hinterachse ist z.B. ne Starrachse mit Blattfedern, es gibt den Zuheizer nur gegen Aufpreis, und sowas.
Also hab ich angefangen, nicht nur nach Caddys, sondern auch nach Tourans zu suchen, und letztlich auch einen gefunden.

Die Stories über Autobesichtigungen lass ich mal beiseite, ich glaube, es gibt keinen anderen Bereich in der zivilisierten Welt, wo man so offensichtlich übers Ohr gehauen werden soll, wie beim Gebrauchtwagenkauf bei Händlern. Es ist unglaublich, was man da so angeboten bekommt.

Mein Touran ist von privat gekauft, so richtig schlimme Dinge hab ich bisher nicht gefunden, obwohl ich inzwischen alle Betriebsflüssigkeiten, den Zahnriemen, Wasserpumpe, Batterie und ähnliche Verschleissteile getauscht (bzw. tauschen lassen) habe. Das lag an, das war mir vor dem Kauf klar. Die typische ichmachsmirselbst-Doku ist leider bei weitem nicht so gut wie für dem olle Opel, ich nehme an, daß hat auch mit dem vielen Elektronikscheiss zutun. Ich werde demnächst mal bei Erwin einrasten, und mir die Orginal-Reparaturanleitung besorgen.

Beim Abholen nach dem Zahnriemen/Wasserpumpen-Wechsel sagte mir mein Schraubermeister, daß bald der Freilauf der Lichtmaschine dran wäre. Ich hab erstmal gedacht, das ist ein running Gag, den sie mit jedem machen - Vergaserinnenbeleuchtung, Kolbenrückholfeder und so. Aber anscheinend gibts sowas wirklich. Die spinnen komplett, die Begründung kann ich auch nur schwer nachvollziehen.

Das Auto macht mich wahnsinnig, weil es 'denkt'. Z.B. wischt es, wenn man die vorderen Scheibenwischer an hat, und den Rückwärtsgang einlegt, mal eben einmal die Heckscheibe. Ebenso wird die Wischfrequenz reduziert, wenn man anhält. Wenn man vorher nen ollen Opel gefahren ist, denkt man sofort jetzt ist Wasser in die Scheisselektrik gelaufen, das wars dann....
Das Auto macht BIM, wenn die Temperatur unter 4°C fällt, und auch in vielen anderen Fällen, z.B. wenn eine Kennzeichenleuchte ausfällt oder dings. Dazu schreibt das Auto das äußerst präzise ins Display und lenkt mich vom Straßenverkehr ab.

Bei meiner ersten längeren Fahrt hat es auch BIM gemacht, Ölkontrolllampe ging an, und ich bin mit einem spontanen Schweissausbruch und Gangraus auf dem Standstreifen der A24 ausgerollt und den Motor sehr schnell abgestellt.
Beim Lesen der Bedienungsanleitung hab ich festgestellt, daß VW zwei Ölkontrollleuchten verbaut, eine gelbe (Ölstand demnächst kontrollieren) und eine rote (Öl ist alle, Motor klemmt gleich). Natürlich war es nur die gelbe, und natürlich war genug Öl im Motor (wenn man dem Peilstab glauben will). Ich hab dann noch etwas meinen Puls reduziert, und an der nächsten Autobahntanke sicherheitshalber einen (1) Liter Hochleistungsleichtlauf- und Longlife-Öl, für VW freigegeben, von einbeinigen Voodoo-Priestern betanzt und wahrscheinlich mit Gold bestäubt, gekauft - für 25 (!) Euro und etwas davon nachgekippt (Dem-olle-Opel-Öl kostet 14 Euro, und zwar 5 Liter - ok, nicht an der Autobahnraststätte, aber das VW-Longlife-Öl ist auch ab der Autobahn nicht ganz billig).
Später hab ich das Verhalten in irgendeinem Forum gefunden, ist wohl eine bekannte Fühler-Macke. Diese Macke ist schwer zu diagnostizieren, weil die Motorelektrik mitbekommt, wenn man die Motorhaube öffnet. Sie nimmt in diesem Fall eine manuelle Ölkontrolle an und hält für 150km (oder so, hab ich vergessen) die Klappe. Ich gehe mal davon aus, das jede Werkstatt ebenfalls die Motorhaube öffnet, um dem nachzugehen. Der Sensor bzw. das Motorsteuergerät hält dann erstmal die Schnauze. Clever, oder? Naja, bisher ist das nicht wieder vorgekommen.

Irgendwann wird mir die Elektronik komplett um die Ohren fliegen, befürchte ich. Ich hab mir sogar so ein Diagnose-Adapter besorgt, um dem Auto tief in die Puperze gucken zu können, aber ich muß noch lernen, damit umzugehen - man kann damit auch Sachen kaputt machen - ohne die Daten von Erwin (s.o.) wird das nix.

Aber ansonsten ist der Touran schon toll - willkommen im aktuellen Jahrhundert. Der Touran ist nen Diesel, und verbraucht im reinen Landstrassen/Autobahnbetrieb 5,1 Liter, in der Stadt 6,5 - das ist deutlich weniger als dem olle Opel (die 7,2 Liter bei Spritmonster sind plus 5 Liter für die Füllung des Ersatzkanisters). Es gibt so tolle Dinge wie Sitzheizung (ich LIEBE Sitzheizung), elektrisch verstellbare Spiegel, Fensterheber, Tempomat, Live-Verbrauchsanzeige und lauter so schnickschnack, es kommt vorne deutlich mehr Licht raus, und ich bin nach der üblichen Strecke zum Hullerbusch wesentlich fitter als die letzten Male angekommen.

VW hat ein ziemlich cleveres Rücksitzkonzept entwickelt, die Rücksitze sind drei einzelne Sitze, die einzeln geklappt und ausgebaut werden können (jeweils ein Griff: Lehne umklappen, Sitz nach vorne klappen, Sitz rausnehmen). So geht auch schnell mal Fahrrad rein.

Und das beste: Der ganze Müllmein Werkzeug aus dem olle Opel geht locker in den Kofferraum, obwohl ich ihn etwas umbauen mußte, weil ich ein vollwertiges Ersatzrad haben wollte. VW liefert den Touran mit Kompressor und einer Tube Reifenbauschaum aus, das ist mir nicht genug. Es gibt zwar ne Ersatzradmulde, aber da passt nur so ein Witz-Notrad rein. Jetzt hab ich nen etwas höhergelegten Kofferraumboden, mit einem Schmuggelfach für das Ersatzrad, Drehmomentschlüssel und Krempel, den man selten braucht, aber dabei haben will - ich freue mich tierisch auf die nächste anlassunabhängige Fahrzeugkontrolle (zum Castortransport hatte der Kofferaum noch kein Tuning).

VW verbaut zu diesen TDI-Motoren eine ziemlich komplette Standheizung, weil moderne Diesel einfach nicht mehr so schnell warm werden, und es deswegen im Auto nicht schnell genug warm wird. Diese Standheizung ist aber softwareseitig so beschnitten, daß sie denkt, sie wäre nur ein so genannter Zuheizer - sie macht dann warm, man den Motor einschaltet, die Außentemperatur unter 5°C (oder so) liegt, und die Kühlwassertemperatur niedrig ist. Zum Glück (in diesem Fall) ist das Auto eigentlich ein rollender Computer, und sowas kann man dann auch patchen.
Es gibt einige Umrüstsätze, die wieder die volle Funktion aus der Standheizung kitzeln, und sich z.B. per Anruf fernstarten lassen. Ich glaube, das will ich in Zukunft haben.

Und ich will nen Line-In für das Radio. CDs hab ich nicht.

 

Das Teaserbild ist ein erster Versuch von Objektfotografie. Ich brauche ne dünnere Glasscheibe, damit es nicht zwei Spiegelungen gibt, ich weiß. Kommt.

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09.12.2011


21:30 Uhr  Bildungsfernsehn - heute: Die Mettpizza


Symbolbild, anderer Schlepper

Auf N3 läuft gerade eine wunderschöne Reportage über Emden, deren Fischer, Schleusenwärter, Orginale und Schlepperfahrer.

Wobei Schlepperfahrer ja ansich schon Orginale sind.
Naja, jedenfalls gibts auf dem Schlepper, auf dem sich N3 eingezeckt hat, die Spezialität Mettpizza.

Man nehme ein tiefes Backblech, fette es leicht, drücke etwa zwei Finger dick Hack (er sagt: Schinkenmett) in die Form und streut dann leicht mit Opfergemüse (das übliche: Pilze 3.Wahl, Zwiebeln, Mais, Paprika,...) ab.

Dann in den Backofen, und etwa 10 Minuten vor fertig satt mit Käse abstreuen.

Legger!

Und dann wird die 'Pizza' von der Besatzung (drei Leute*) weggeatmet. Mahlzeit!

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(*) drei Schlepperfahrer: ungefähr drei normale Erwachsene, 2 Kinder.



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07.12.2011


17:24 Uhr  Gesichtskontrolle...



beim alljährlichen Großgeländespiel im Wendland.

Ein längerer Artikel folgt noch...



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20.10.2011


22:35 Uhr  Google 2factor-Auth mein Arsch


Hömma, Google,

Du bietest 2factor-Auth an, das ist schön. Aber wenn man sich entscheidet, das eigene Mobiltelefon als Token zu benutzen (mit der passenden Authenticator-Äpp), hat man an manchen Stellen schon ganz schön Scheisse am Schuh.

Die paar Anwendungen, die damit umgehen können, brauchen dann auf dem Mobiltelefon selbst mal schnell ein c&p aus der Auth-App in die Anwendung, die man benutzen will. Nervig, echt.

Aber locker Dreiviertel Deiner überall auf der Welt zusammengekauften Anwendungen können keine 2factor-Auth, und man muß sich (nach Deiner Vorstellung) dann für jede pissige Anwendung ein 'Anwendungspezifisches Passwort' bauen, und dessen 16stelligen Buchstabensalat in die Anwendung (auf Mobiltelefon, Eipäd, Standalone-Anwendung aufm Rechner, und aufm zweiten Rechner) bimseln. Habt Ihr das mal ausprobiert? Warum gibts da keinen Flansch z.B. mit einem QR-Code für?

Ok, man kann für alle Anwendungen das gleiche OTP nehmen, und nach einmal abtippen c&p machen - bei der Anzahl der Anwendungen, meiner Google-Accounts und meinen Geräten, auf denen ich diese Anwendungen benutzen will, war ich trotzdem fast zwei Stunden beschäftigt.

Warum aber zur 'ölle verliert man diese (eigentlich vielen) OTPs, wenn man ein neues Mobiltelefon bekommt?
Ich verstehe, daß man die Uhr des Tokens/Telefons neu syncen muß, klar. Aber ich verstehe nicht, warum damit alle (bei mir zum Glück nur drei) anwendungsspezifischen Passwörter ungültig werden - und Deine Supportseiten behaupten sogar noch das Gegenteil (http://www.google.com/support/accounts/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1056283&topic=1056287, Codes from Google Authenticator not workling after phone reset: >You will need to configure Google Authenticator again on your phone, but your other details will be saved. AM ARSCH WERDEN DIE GESAVED!)

Google, ich war (mal wieder) so >|< kurz davor, auf diese für mich eher marginale, aber kewle zusätzliche Sicherheit zu scheissen, und einfach wieder ein starkes Password zu benutzen.

Wenn Ihr mehr Sicherheit wollt, macht das doch bitte etwas cleverer. Nur ein kleines bißchen.
Mal unter uns: Wie sollen denn bitte die Hauptadressaten von mehr Sicherheit - und zwar die, die mental nicht in der Lage sind, sich gegen Phishing und ähnliches zu schützen, diesen Weg gehen?

Macht endlich, das so geile OTP-Generatoren wie z.B. YubiKey Yubikey mit allen Google-Anwendungen funktionieren.
Euer eigenes Telefon hat den passenden RFID-Leser dafür...

Macht endlich, daß sich Euer gesammter zusammengekaufter Softwarezoo vernünftig gegen Euer eigenes OAuth authentifizieren kann.

Ich kotze im Strahl mit Brocken! Und ja, ich hab nen neues Eifon. Und jetzt werde ich Siri so lange anbrüllen, bis es Deine verfickten "Anwendungsspezifischen Passwörter" tanzen kann.

Wer diesen Ausbruch diskutieren will, kann das in Google+ gerne tun.


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06.10.2011


15:46 Uhr  Morgennebel auf dem Hullerbusch



Ich komm mal wieder nicht dazu, meine guten Vorsätze einzuhalten. Es gibt einiges zu berichten, ich geb mir mal wieder Mühe.




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22.08.2011


22:34 Uhr  Quo vadis, blog?


Mit diesem Blog geht es bergab. Ich habe zwar immer noch große Lust, mich mitzuteilen, bin aber oft zu faul, mich ernsthaft hinzusetzen, und den großen, den einen, den epochalen Blogbeitrag zu verfassen - dafür mache ich das aber auch schon seit August 2002 (übrigens damals mit einer besonders räudigen Software, deswegen ist da soviel kaputt gesetztes zu finden).

Angefangen hat das Minderengagement mit der Nutzung von Twitter - mal eben eine Neuigkeit raushauen, nicht so sehr auf die Form achten - nach 140 Zeichen ist eh schluss.

Inzwischen hab ich zwei längere Artikel, die eigentich hier ins Blog gehören, auf Google+ rausgehauen, weil... - ja warum eigentlich?


  • Ich glaube, es erreicht ein bißchen ein anderes Publikum, aber dann wäre es ja kein Problem, einen Artikel im Blog und auf Google+ zu veröffentlichen.
  • Auf Google+ kann ich einfach so runterschreiben, ich habe nicht so viele Optionen, wie hier im Blog, hier gebe ich mir mehr Mühe, damit dauert das Verfassen auch gleich deutlich länger.
  • Auf g+ gibts ein funktionierendes Kommentarsystem, im Blog nicht. Das hat damit zu tun, daß sich auf der einen Seite Google um die Authentifizierung der Kommentatoren kümmert, und ich nicht permanent Spam aussortieren muß. Andererseits geniese ich doch sehr die Interaktion mit denen, die den Schrott von mir lesen.
  • und noch ein paar gefühlte Dinge mehr.

Die Artikel, die eigentlich hier ins Blog gehören, die ich aber einfach mal schnell bei g+ runtergeschrieben habe, sind: Cocktailmaschine 2.0 und mal eben Yachtrückholung.

Beide Artikel hätte ich Blog anders, ausführlicher, mit mehr Links/Bildern beschrieben - damit auch zeitaufwendiger für mich.

Außerdem stehen noch ein paar Artikel aus, wie z.B. endlich mal einer zu den Schafen[tm], dem Quadrokopter, meinem letzten Urlaub und ein Hass-Artikel zu hydraulischen Ruderanlagen im Allgemeinen. Vielleicht auch mal wieder was zum Thema Fotografie.

Aber ich komm ja zu nix - da taucht dann eben die Möglichkeit auf, mal eben was zu twittern, oder auf g+ rauszuhunzen.

 

Ok, ich merke es schon selbst. Ich muß wieder mehr bloggen, und dann eben bei g+ darauf verweisen, wobei ich glaube, das dem dann nicht so viele Leute (von der anderen, der Socialmedia-Seite), folgen werden, auch wenn es nur ein Mausklick ist. Oder ich muß das irgendwie besser anteasern.

Jedenfalls werde ich diesen Artikel hier und dort veröffentlichen, diskutiert werden kann ja nur auf der einen :)


Wer jetzt (auf der Blogleser/Rss-Feed-Seite) denkt google-plus? Wassn das? kann entweder wieder unter seinen Stein zurück kriechen, oder schreibt mir ne Mail, dann gibts ne Einladung - ich hab noch 150 Stück.

G+ ist ein soziales Netzwerk, es ähnelt dem bekannteren, mainstreamigeren Facebook, hat aber bei genauerem Hinsehen deutliche Unterschiede zu FB, z.B. eine (wie auch bei Twitter) asynchron ausgelegte Kommunikation: Nur weil einer mich lesen will, muß ich ihn noch lange nicht lesen (sehr praktisch). Dadurch ergeben sich Diskussionen, die sich nicht wie bei Facebook nur im Kreis drehen, weil auch Leute mit anderen Meinungen als die eigene Peergroup dazustossen. Das ist für mich das interessanteste an g+ und gleichzeitig das lame an fb.
Es gibt noch ein paar mehr Unterschiede, die sind in den einschlägigen Techblogs auch durchgekaut worden und können dort nachgelesen werden.

URL der Kopie bei g+: https://plus.google.com/112989488511598991299/posts/UVoNyuo9t8w


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21:22 Uhr  Basketball eXtreme



Auf diesem Spielfeld spielen nur wirkliche Profis, weil fast jeder Fehlpass oder Bounce am Brett einen neuen Ball bedeutet...




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08.08.2011


09:31 Uhr  Neue Erkenntnisse zum Nordpol



Nach neuesten Erkenntnissen besteht der Nordpol in Wirklichkeit aus einer riesigen, schlampig befestigten V4A-Schraube.

Nun frage ich mich: Ist das alles nur Schuhu mit dem Erdmagnetismus? Was ist mit dem Abschmelzen der Polkappen - und vor allem, das muß doch tierisch eiern...


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07.07.2011


10:17 Uhr  Nerven wie Stahlseile



Ich weiß jetzt, wo die Redewendung "Nerven wie Stahlseile" herkommt.

Es gibt noch ein paar mehr Bilder.


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19.06.2011


19:40 Uhr  Bewegungsunschärfe



Leichte Bewegungsunschärfe durch rücksichtslose Raserei bei der Einfahrt in die 'neue Süd' des Canale Grande - Brunsbüttel.



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31.05.2011


22:46 Uhr  Rotes Licht



für Fußgänger an der Schleuse Harburg - Schleppko 7 und Kristin bugsieren den neuen Anlegeponton für die Schiffsbegrüßungsanlage in Wedel durch die Harburger Schleuse.

Das ist schon kurz vor Harbumax - ansonsten ist ja hier nachts eher nicht so viel los.


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26.05.2011


11:07 Uhr  Lange Reihe



von leeren Plätzen eben dort.

Ich bemühe mich, in Zukunft wieder mehr zu fotografieren.


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this oerks!

Wegen der Spamseuche wird die angegebene Emailadresse sehr stark gefiltert (und es fehlt das at - sorry) - sie ist von typischen Spam-Domains wie yahoo,hotmail,excite usw. sowie mit syntaktisch und/oder semantisch falschen Emails nicht erreichbar.