26.10.2006
01:26 Uhr Proof Of Concept - Orte des Shrekens..
Jetzt noch webzweinulliger. Der Winter ist da, es ist also schnell
dunkel und kalt. Man sucht sich eine sinnvolle Beschäftigung (oder auch
nicht).
Nils
hat sich mal was gesucht, und ein Plugin für blosxom geschrieben, die es
möglich macht, kinderleicht locationoriented relations in die Bloggrütze
mit aufzunehmen.
Und jetzt denkt Euch mal nicht, daß ich mir solche buzzwords einfach so
rausdrücke - nein. Meine tiefe Bewunderung in Form und Funktion dieser
Erweiterung kann ich einfach nur so ausdrücken.
Und es funktioniert einfach so. Wahnsinn.
Also, zumindest für die Webleser - im rss-Feed ist da erstmal
nüscht, bis ich rausgefunden habe, wie die genaue Syntax für zusätzliche
Einträge für xml in rss aussehen muß.
Da ich heute wiedermal einen schönen Fahrradunfall hatte - man fragt sich doch,
wie das möglich ist - fahre ich doch im Dunklen rum wie ein
amerikanischer Weihnachtsbaum auf Drogen - nehme ich dies mal zum
Anlaß, die Orte des Shrekens mittels
dieses tollen plugins zu markieren.
Ich frage mich wirklich, wie die mich nicht sehen konnte - ich
trage auf dem Rad ne neongelbe, mit Reflexstreifen versehene Weste, habe neben der
normalen Fahrrad-Beleuchtung am Rad noch ein nach vorne blinkendes, illegales
weißes Zusatz-LED-Licht und meistens noch diese todschicken mit vier
blinkenden roten LEDs versehenen Armbänder - eben wie eine rasende
Marzipantorte.
Jedenfalls hat sie trotzdem die Tür aufgerissen, ich bin in die Tür gefahren und
habe mich standesgemäß aufgemault.
Scheinbar bin ich einigermaßen unverletzt, jedenfalls ist die Hand nicht
weiter angeschwollen als unbedingt nötig, zwei Ferndiagnosen durch sowohl
eine baldige Ärztin als auch eine langgediente Krankenschwester meines
Vertrauens ("kannst Du alle Finger bewegen? Naja, was soll sein - das ist
maximal gebrochen, daran stirbt man nicht sofort - fahr lieber erst in die
Notaufnahme, wenn Du nachts aufwachst, und das zu einem riesen blauen Flatschen angeschwollen ist
- dann kommste auch schneller ran, weil dann nicht so viel los ist")
gibt mir Hoffnung auf eine mögliche Nichtbehandlung.
Interessanterweise bekomme ich auf meine Bitte nach Ferndiagnose
auch eine Frage gestellt; und zwar, wie man einen Hirsch kalt macht, der
noch lebend aber mit mehrfach gebrochenen Läufen (vom vielrädrigen
Schicksaal ereilt) auf der Landstraße liegt. Sehr zartfühlend, wenn man
gerade selbst fast unter die Räder gekommen ist. Trotzdem einigen wir
uns nach dem Erörtern der nahliegenden Methoden (mit dem Wagenheber
totschlagen geht nicht, weil Geweih im Weg) auf Herumgefummel mit einer Nagelschere in der Halsschlagader - aber
das ist eine andere Geschichte...
Mein Rad bringe ich morgen zu meinem Fahrradhändler, der soll sich das
verwichste Vorderrad, Gabel und Lenker in Ruhe ansehen.
Und nun das tolle, neue: Die Orte des Shrekens, mein Fahrradfuzzi und das AK
Altona - die haben schon schöne Aufnahmen von der gleichen Hand von
neulich...
Nachtrag, 26.10.06 08:45
Zum Glück habe ich die Polizei geholt. Bei genauerer Betrachtung des
Rades heute morgen im Hellen wird sichtbar, das ich die Tür mit dem
Unterrohr des Fahrradrahmens aufgefangen hab. Keine Ahnung, ob man das
fachgerecht reparieren kann, oder ob man da den Rahmen tauschen muß. Mal
abwarten, was der Fahrradhändler sagt.
Dafür hat meine Hand immer noch Normalmaße. Ich liebe Ferndiagnosen.
18.10.2006
15:43 Uhr Bush ist Master of the Universe
Endlich ist es raus: Bush
erklärt sich zum Herrscher des Universums.
Nationen, die sich nicht amerikanischen Interessen gemäß verhielten,
werde der Zugang zum All versperrt. Gute Nacht, Glonass, gute Nacht
Galileo!
Ich hoffe, die Jungs irgendwo da draußen im Weltall wissen auch Bescheid
und lassen uns (Erdlinge) deshalb in Ruhe.
Beim Fachgesimpel darüber gerade eben (und in der offenen
Assoziationskette von Master of the Universe zu Big Jim) kam heraus, daß wir alle
(bis auf unseren Quotenossi, der hat mit Monchichis gespielt) früher mit Big Jim gespielt haben.
Es gibt zu BigJim ein paar wirklich sehenswerte Seiten:
birtreff -
Übersicht
Alle Figuren, Fahrzeuge und
Spezials
Fotostories mit BigJim-Figuren
Das mit dem Monchichi und der vor- und paramilitärischen Ausbildung in
der Tätärä muss ich wohl noch mal gesondert beleuchten...
10.10.2006
10:17 Uhr So muß ein Matschscreen aussehen.
Warum ich einen Mac benutze? Weil ich finde, daß eine Fehler/Absturzmeldung
genau so aussehen muß.
Außerdem bekommt die Ente in der Dingsleiste oben rote Augen, wenn mich jemand anjabbert und ich
kann die Farbe der Ente im Dock frei wählen. Das sind sehr wichtige
Features...
Nebenbei jabbert, icqt, aimt und was sonst noch es auch noch so, wie man
sich das vorstellt.
07.10.2006
00:25 Uhr Turboblog - Umzug: Bitte URL ändern...
Wegen des fortgesetzten, dauerhaften, extrem nervigen Genöhles eines
computerbegeisterten, aber technisch unbedarften Zeitgenossens (er mag
Dinge, die funktionieren...), der ebenfalls die gleiche Blogsoftware wie
ich einsetzt, und wegen inzwischen regelmäßiger Amok-Apachen, die die
Load beim crawlergestützten Durchgrubbern von cgi-getriebenen Anwendungen (im wesentlichen
wohl Ralphs
Blog und dieses hier) in ziemlich unresponsive und uninteraktive
Höhe treiben, hab ich mich mal mit der Möglichkeit der Beschleunigung
des Blogs beschäftigt.
Dabei habe ich einfach gemacht, was hier
beschrieben ist.
Mit durchschlagendem Erfolg:
blackmops:~ $ time wget http://oerks.de/cgi-bin/blosxom &>/dev/null
real 0m5.013s
user 0m0.004s
sys 0m0.012s
gegenüber:
blackmops:~ $ time wget http://oerks.de/blog &>/dev/null
real 0m0.380s
user 0m0.005s
sys 0m0.014s
Die Load des Zielsystem betrug bei beiden Messungen 1,8.
Auf die statischen Seiten wirkt sich das überhaupt nicht aus, weil nicht
gerechnet werden muß, sondern nur ausgeliefert wird.
Bitte benutzt deshalb in Zukunft die URL http://oerks.de/blog/ zum Lesen dieses
Schwachsinns.
Oder, wenn Ihr nen RSS-Reader benutzt: http://oerks.de/blog/index.rss.
Los, änder das jetzt sofort in Deinen Bookmarks, Du Faul!
Irgendwann klemme ich dann die cgi-Version komplett ab.
06.10.2006
15:03 Uhr Airbus am Arsch der Heide
Nun ist endlich der Startbahnerweiterungsbau in Finkenwerder durch, der
ja wegen der ach so wichtigen Standortsicherung unbedingt notwendig war
- nur um die beladene Frachtversion des A380 auch bei Hamburg starten
lassen zu können. Neuflugzeuge werden ja regelmäßig bereits befrachtet
ausgeliefert, wie man weiß.
Dabei wurde seitens Hamburg und Niedersachsens ordentlich Geld
reingeschossen, Bürgerrechte gebeugt und was man sich sonst so noch
wünscht.
Lustig, das nun - im Zuge des Bekenntnisses, daß der Standort
Finkenwerder wohl maßgeblich an den Verzögerungen der Auslieferung des
europäischen Prestigeobjektes A380 beteiligt ist, herauskommt, daß genau
dieser Standort in einer schon seit mindestens 14 Tagen bekannten Studie
von Goldmann-Sachs als 'nicht zum Kerngeschäft zählen'der
Standort gehört, der 'kaum über essentielles Know-how verfügen
würde, 'Die dort produzierten Komponenten könnten auch kostensparend
von konzernfremden Zulieferern produziert werden, argumentieren die
Goldman-Analysten.'
Die Aufteilung an 16 Standorte wäre wirtschaftlich unsinnig und
politisch motiviert - dies wäre nun mal langsam zu korrigieren.
Tja Kinners, dann könnt Ihr ja den Startbahnverlängerungsbau abblasen,
oder? Schade, schade.
Ich liebe es, wenn Steuergelder in die Privatwirtschaft gepumpt werden,
Naturschutzgebiete platt gemacht werden, und das dann doch nicht so
richtig Arbeitsplätze schafft, erhält oder sonst irgendwas.
Vielleicht ist es ja noch möglich, die deutsche Airbus-Sparte an BenQ zu
verhökern, die können mit sowas viel besser umgehen...
Alle Zitate und Bilder aus SPON-Artikeln
04.10.2006
01:17 Uhr Die Magie des Ölschlamms reloaded
Diesmal allerdings nicht mittm
Trecker, sondern mittm Boot. So eine große Scheisse aber auch.
Von vorn:
Viel gearbeitet. Wollte das verlängerte Wochenende nutzen, um noch mal
einen ordentlichen Ausritt mit meinem Höchstleistungsexpolizeifahrzeug
zu machen, und am Freitag nur mal so eben der Nobile entgegen fahren, wenn
sie ins Winterlager in Finkenwerder kommt. Dabei ist mir dann leider
mitten auf der Elbe die Höchstleistungshauptmaschine verreckt - bzw
wegen Treibstoffmangel ausgegangen. Blödes Gefühl, da ist ja nun nicht
gerade wenig Verkehr und so.
Mit Gepumpe und Hängen und Würgen dann doch nach Finkenwerder gekommen,
dort erstmal in aller Ruhe Teile des Filtersystems getauscht, das
Vorfilter
war auch komplett zugesaut, aus dem Wasserabscheider kam es
auch schon leicht brockig-fädenziehend herausgelaufen.
Nach dem Filtertausch war dann aber alles gut, auch mit ordentlich Last
kam immer ausreichend Diesel an der Einspritzpumpe an. Also doch noch
kurz der Nobile entgegen gefahren.
Weils so nett war, bin ich dann dort bis Sonntag geblieben, und habe mit
den anderen die Nobile winterfertig gemacht, also alle Segel, laufendes
Gut und so weiter abgefummelt, konserviert und eingelagert.
Zwischendurch hab ich immer wieder Fährdienste übernommen, und mal eben
Leute zu den Landungsbrücken gefahren - völlig problemlos.
Sonntag abend ist mir der Motor dann nochmal ausgegangen, als ich etwas
sehr zügig gefahren bin. Der Sache mußte ich also mal auf den Grund
gehen.
Aber erstmal hab ich mein Filtersystem nicht verstanden - irgendwie
gehen vom
Haupt(dopppel)filtersystem
(links im Bild) vier Stränge ab, davon drei von und zur
Einspritzpumpe, aber über verschiedene Wege.
In der Explosionszeichnung der Ersatzteilliste für die ESD und die
Filter sieht das ganze dann wieder nochmal anders aus - scheiss
kompliziert, das Zeug. Da werde ich wohl mal dem Bosch-Onkel auf die
Pelle rücken und dumme Fragen stellen, wo bei meiner ESD der Vor- und
Rücklauf ist, und warum so ein Filter drei und nicht zwei Anschlüße hat.
Anscheinend funktioniert es aber, denn eine
der herausragenden Eigenschaften aller Filter im Kraftstoffsystem
besteht darin, dass sie mit zunehmender Verschmutzung immer besser
filtern, das heißt, die zurückgehaltene Partikelgröße nimmt zum Ende der
Gebrauchsdauer immer weiter ab. Dadurch steigt jedoch der
Durchflußwiederstand, bis er im letzten Stadium so groß wird, das nicht
einmal mehr Diesel durchgelassen wird.
Jaja. Michael Herrmann hat in Technik unter Deck noch
weitere, tröstliche Wahrheiten parat - so daß sich dieses Buch nicht nur
wegen seiner immensen Informationsfülle wirklich lohnt. Noch einer? Na
gut: (Es geht um Wasserabscheider und deren Wasserstandschaugläser,
siehe Bildlink von weiter oben) An Filtern, die den
Klassifikationsvorschriften entsprechen, findet man Filtergehäuse aus
Metall, das nicht besonders durchsichtig ist. Hier sollte man zur
Kontrolle des Wasserinhalts grundsätzlich einige Tropfen Flüssigkeit aus
dem Behälter ablaufen lassen... (Hey Ole, Du hattest richtig, deswegen ist an der HM-ESD
von Nobile kein Schnapsglas :-).
Okay - ich mußte also an den Tank ran, und sehen, woher der Dreck kommt,
der meinen Vorfilterwasserabscheider vollsaut. Aber wohin solange mit dem Tankinhalt? Ich
konnte mir ein 220
Liter Fäßchen ausleihen, und hab dann meinen Diesel in
aller Ruhe umgepumpt, das Inspektionsloch des STB-Tanks geöffnet,
und siehe da: Dieselpilz!
(dramatische Musik)
Schon früher mal gehört, aber nie nen Kopp zu gemacht. Ich habe da also
eine schleimige Masse, die etwa 5mm hoch in den Tanks steht. Bzw. hatte,
aus einem Tank ist sie schon rausgekratzt - keine wirklich schöne
Arbeit. Ich hoffe, ich habe am Donnerstag- und Freitagabend genug Mut für den
anderen Tank.
Aber was ist nun Dieselpilz, und wo kommt er her und vor allem: Wie
werde ich die Sau wieder los?
Erstmal im Internet recherchiert. Erster Treffer: Beim Yachthöker
gibts Yachticon Dieselplus gegen Bakterienschlamm-Bildung und für
Leistungsteigerung, bessere Verbrennung, geileren Sex und wahrscheinlich
mit Goldstaub zubereitet - kostet nur 27,80
der Liter, und der reicht für 1000 Liter Diesel.
Schon besser und ausführlicher ist dieser Artikel bei ESYS: Verseuchter
Treibstoff: Die Pest im Diesel. Interessant sind vor allem die
folgenden Dinge:
- Die Bakterien bilden sich an der Schicht zwischen Wasser und
Diesel
im Tank. Wasser ist in einem Boots- oder Schiffstank schon wegen der
starken Kondensationsmöglichkeiten an Metallflächen relativ normal.
- Die Yachtmittelchen sind Prophylaxe, ich hab aber schon nen Befall
und will die Sau ausrotten.
- Es gibt angeblich ein Gerät, das dem Pilz mit einem Magnetfeld
zuleibe rückt, und dafür nichtmal Strom braucht. Der Pilz ist also quasi
empfindlich gegen Erdstrahlen und Zeug. Könnte man also gut auch auf
Kaffeefahrten vertickern, zusammen mit kupferbedampften Bettdecken und
so weiter.
Beides habe ich gefunden, das Pilzplattmachzeugs gibts zufällig bei
einem Kunden meines Arbeitgebers: Schülke-Mair's GrotaMar 71 und das hier
ganz unten auf der Seite scheint das Wonderpilzkiller-Gerät zu sein.
Mal denken, ob ich bereit bin, für Hokuspokus Geld auszugeben. Irgendwie
finde keine weiteren Success-Stories dazu.
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