Aleks ihm sein Blog

[ Wir haben noch Hirn hinten im Haus ]

Das ist mein Blog.

Hier gibts, was ich tue, getan habe und vielleicht tun werde. Auch, wenn und weil das total unwichtig für den weiteren Verlauf der Geschichte ist. Viel Spaß damit.

Wer mich möglichst zeitnah erreichen und/oder beschimpfen will, versuche dies per Email (s.u.), per Twitter, auf Facebook oder im ircnet oder suche mich persönlich auf.

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23.02.2011


21:38 Uhr  DHL, ihr seid wirklich die Besten der Besten der Besten!



Ein Paket von Hamburg nach Moormerland (das ist bei Leer).

Will mal jemand raten, wann mein Nachforschungsauftrag bei denen eingeschlagen ist?

Feb 22 11:40:23 oemcomputer postfix/smtp[30259]: 9551847D47:
	to=< nachforschungdhl@deutschepost.de>, relay=ppd07069.deutschepost.de[149.239.170.69]:25, delay=7.9,
	delays=1.1/0.02/3.8/3.1, dsn=4.0.0, status=deferred 
	(host ppd07069.deutschepost.de[149.239.170.69] said: 
	451 ... You have been greylisted. Please try again after at least 6 minutes.
	Thanks. (in reply to RCPT TO command))
Feb 22 12:16:34 oemcomputer postfix/smtp[2057]: 9551847D47:
	to=< nachforschungdhl@deutschepost.de>, relay=ppd07069.deutschepost.de[149.239.170.69]:25, delay=2179,
	delays=2178/0.32/0.11/0.56, dsn=2.0.0, status=sent (250 OXI91429 Message accepted for delivery)

Ist das frech, oder ist das frech?

Start/Ziel, Hamburg/Hannover - das ist ja alles ziemlich schwer auseinanderzuhalten. So ein Glück, daß die nix mit Logistik machen.


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00:23 Uhr  Piraten in Hamburg über 2%!


Nein, ich bin nicht enttäuscht - hätte aber natürlich trotzdem gerne einen eigenen Balken in der Prognose gehabt.

Vielleicht liegt es daran, daß ich in solchen Sachen eher pessimistisch (oder realistisch) bin, aber ich habe trotz unseres Superwahlkampfes und des riesigen Engagements (das ich hier schon etwas ausführlicher beschrieben habe) der Hamburger Piraten mit einem Ergebnis zwischen 2,5 und 3% gerechnet. Okay, das, was wir bekommen haben, liegt noch darunter - aber es wird ja noch gezählt :-)

Diese Wahl wurden die Piraten eben nicht getragen von einer Welle des Protestes gegen Zensursula und einer wohlwollenden Presse, sondern es ging um die ganz alltäglichen (aber um so heftigeren) Probleme einer reichen, deutschen Großstadt, in der es für viele Themen schon fertige (aber in unseren Augen nicht immer besonders sinnvolle) Konzepte zu allen Landesthemen gibt.

Das Interesse der Presse ist da schon eher action-orientiert. Wir wurden konkret gefragt, wann wir denn mal wieder 'was aufregendes' machen. Was stellen die sich vor? Loveparade mit nackten Möpsen? Das wir den Michel sprengen? Nacktscanner-Proteste (wieder mit Möpsen, klar)? Nee, haben wir nicht - wir haben (für die Presse) dröge, aber brennende stadtpolitische Themen am Wickel, die die Altparteien entweder selber verballert haben, oder sich aus Proporzdenken nicht rantrauen, um bloß nicht das andere Ende der eigenen Wählerschaft zu vergräzen.

Das hieß, wir konnten kaum auf die nur sehr sehr mäßig interessierte Presse als Lautsprecher zurückgreifen, um unsere Ideen für Hamburg an den Wähler zu bekommen - und da finde ich 2% schon einen riesigen Vertrauensbeweis in unsere Arbeit und eine Bestätigung unseres Kurses (Wahlprogramm, Flyer und Kasperbrief sind ebenfalls hier verlinkt, so daß ich mir das hier spare).

Zur Wahl allgemein fällt mir folgendes ein:

  • Wie - zur Hölle - können die größten Wahlversprechensbrecher aller Zeiten (die Hamburger Grünen) es schaffen, mehr Stimmen zu holen, als sie das letzte Mal hatten? Die haben es komplett gerissen - alle grünen Themen, mit denen sie zur letzten Bürgerschaftswahl in Hamburg angetreten sind (als da wären: Elbvertiefung, Kraftwerk Moorburg, Schulreform), haben sie an die Wand gefahren bzw. nicht durchbekommen. Sie haben die Vorgänge um die HSH-Nordbank so laufenlassen, bei den immer wieder neu steigenden Kosten der Elbdisharmonie die Schnauze gehalten, im Bildungbereich die Kosten für die Endnutzer deutlich erhöht und so weiter und so fort. Verarsche. Komplett.
    Und was passiert? Die werden wieder gewählt, und bekommen sogar MEHR Stimmen. Ich krich echt plaque. Grünenwähler: Das kann doch echt nicht Euer Ernst sein!
  • Die FDP hat es ohne jegliche programmatische Ansätze, dafür aber mit einem Brustansatz geschafft, seit langem mal wieder in die Bürgerschaft zu kommen. FDP-Wähler - ist Euch das wirklich so scheissegal, was Eure Partei da so im Bund verzapft, daß eine nett lächelnde Frau im Regenmantel den Einzug schafft?
  • SPD - naja, ich glaube, für die breite Masse gab es anscheinend keine Alternative. Brechmitteleinsatz-Olaf jedenfalls ist der spröde Wahlsieger - aber gegen diesen kleinbürgerlichen Bürgermeister-Darsteller der CDU hätte auch ein blindes Eichhörnchen gewonnen (eins im blauen Anzug mit goldenen Knöpfen und SPD-Abzeichen, jaja). Programmatisch sehe ich da kaum Differenzen.
  • Nichtwähler: Ihr faulen, verwarzten Arschgeigen. In Nordafrika und im nahen Osten gehen gerade Leute drauf, weil sie für ihr Recht auf Mitbestimmung kämpfen; und Ihr schmeist dieses Recht einfach weg. Das ist echt das allerletzte. Ist ja nun wirklich nicht so schwer, ungültig zu wählen. Aber nicht hingehen - das geht echt gar nicht.
    Und erzählt nicht so eine Scheisse wie: Man müßte die Nichtwähler mit einrechnen, dann wären es nur noch 20% für die SPD (und so weiter). Wenn Ihr Euren Unmut artikulieren wollt, wählt ungültig oder von mir aus gründet ne Alternative. Nicht erscheinen ist eine Haltung (Faulheit) und keine Meinung.

Warum zählen die immer noch Stimmen? Hamburg hat ein etwas komplexes (nicht mit kompliziert zu verwechseln) Wahlsystem, es ist möglich, bis zu fünf Stimmen in vier Listen (also insgesamt 20 Kreuze für Bürgerschaft und Bezirksparlamente) zu machen. Dabei kann man alle Stimmen einer Liste auf einen Kandidaten vereinen, oder wild verteilen - das macht die Auszählung ziemlich langwierig. Die Stimmzettel sind eher Stimmbücher. Im Internet konnte man das Abstimmen übrigens auch schon mal üben, und hier steht beschrieben, wie es funktioniert.

Die Ergebnisse (für die Landesliste wird sich da nix mehr ändern, es fehlen gerade (23:10 Uhr) nur noch 43 Wahlkreislisten) und (ab morgen) der Bezirkslisten sind unter wahlen-hamburg.statistik-nord.de zu finden.

Sollten die Wähler in den Bezirken etwa genauso abgestimmt haben wie im Land, haben wir sehr große Chancen, im Bezirk Mitte in die Bezirksversammlung einzuziehen, eventuell auch noch in zwei weiteren. Von daher ist das für uns alles noch sehr spannend.

Eine Wahlanalyse finde ich eher schwierig. Es ist zu sehen, daß wir im Innenstadtbereich wesentlich mehr Stimmen bekommen haben, als weiter draußen Richtung der Stadtgrenzen - egal in welche Richtung, und in welchem Bezirk.

Unseren besten Wert haben wir im Bezirk Mitte (WK-Liste 4,6%, Landesliste 3,3%), und dort auf der Veddel (WK-Liste 14,2%, Landesliste 13,1% - Listenstimmen sogar 18,8% - drittstärkste Kraft, siehe Teaser).

Unsere Wähler scheinen eher junge bis mittelalte, eher urbane Menschen zu sein, die eben innenstadtnah wohnen. Allerdings werden wir gerade in Pauli auch anders wahrgenommen, weil wir dort in vielen Initiativen vernetzt sind und unsere Mitglieder dort bereits politische Arbeit verrichten.

Andererseits sind unsere ~2% sonst auch ziemlich gleichmäßig in ganz Hamburg vertreten - nur in Wandsbek hatten wir es schwer. Ein riesiger, bevölkerungsreicher Bezirk, der von Steppenvölkern bewohnt wird und eigentlich zu Lübeck gehört :-)
Wir waren dort auch mit unseren Auftritten nicht so stark vertreten wie im Rest der Stadt, das schlägt sich dann anscheinend (sicher bin ich mir da wirklich nicht) im Ergebnis nieder. Das gleiche gilt etwas abgeschwächt auch für den Bezirk Eimsbüttel - von den guten Ergebnissen im innenstadtnahen Ortsteil Eimsbüttel (3,6%) bleibt in den Außenlagen des Bezirks nicht mehr viel über.

Vor einem (in meinem Denken extrem unwahrscheinlichen) Einzug in die Bürgerschaft hatte ich eher Angst. Ich finde es gut, wenn wir uns erstmal in den Bezirksversammlungen an die parlamentarische Alltagsarbeit rantasten können. Und ich bin mir sicher, daß das in Mitte klappt...

Und wie gehts weiter? Meiner Meinung nach müssen die Hamburger Piraten jetzt am Ball und auf den Straßen präsent bleiben, und uns mit unseren Vorschlägen in die für uns relevanten Diskussionen einbringen, Netzwerke aufbauen und mitarbeiten. In Mitte klappt das schon ganz gut, daß sollten wir in den anderen Bezirken auch anfangen.
Ich bin zuversichtlich, daß dies klappt - die SPD wird im Zuge ihrer Alleinherrschaft viele Klopse bauen, die es dann gemeinsam zu was brauchbarem umzuformen gilt.

Desweiteren bin ich gespannt, wie die natürlich vorhandenden Nörgelfritzen und Besserwisser (aus anderen Landesverbänden, wir in HH sind ein Herz und eine Seele) die 2,1% verdauen. Nach den ersten eher kritischen Bewertungen scheint auch den auswärtigen Piraten klarer zu werden, daß wir da eine erreichbare, aber doch recht hohe Latte gehängt haben, an der sich die anderen LV messen lassen werden müssen. 5% sind eventuell in Berlin (im September) ein anpeilbares, aber brutales Ziel, aber aus meiner Sicht ist dieses Ziel in den Flächenländern vorerst eine Nummer zu groß. Wie am Anfang schon geschrieben - das ist aus meiner Sicht auch nicht schlimm. Wir müssen uns an vielen Punkten eben vom Protestwahlkampf auf Themenarbeit umstellen, und das wird dauern.

Ich werde jetzt erstmal wieder ein paar vernachlässigte Aktivitäten wieder aufnehmen. Zum Beispiel mal die total verwahrloste Butze auf Vordermann bringen, und meine sonstigen Hobbies wieder warm fahren, bloggen, früh ins Bett gehen. Toll, freue mich drauf.


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18.02.2011


14:21 Uhr  Weißdorn mit weißen Dornen



Muß mal wieder mehr Fotos zeigen. Durch den ganzen Wahlkampfaufruhr komm ich ja zu nix mehr hier...

Rauhreif auf Weißdorngestrüpp. Aber wir sind ihm zuleibe gegangen, dem Gestrüpp. Ja, ich weiß, das das ne Birke ist.



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17.02.2011


00:26 Uhr  Hamburger Morgenpost will Anzeige der Piratenpartei nicht drucken.


Die Anzeige (Klick auf das Bild führt zum größeren Orginal) links sollte dem Wahlkampf der Hamburger Piraten noch mal den letzten Spin geben.

Die Anzeige war gedacht für die Mopo, einer Hamburger Boulevard-Tageszeitung ein µ-chen links von den üblichen Springer-Blättchen. Wir wollten bewußt mal keine Inhalte präsentieren, sondern etwas machen, was die Leser amüsiert oder ärgert - jedenfalls nicht als Textwüste überblättert wird, sondern auch mal rumgezeigt wird, weil es plakativ ist und hängen bleibt.

Die Idee hinter der Anzeige steht in der Anzeige. Es ist bereits jetzt klar, wer Bürgermeister in Hamburg werden wird.
Es ist noch unklar, mit wem - wer also Olafs Steigbügelhalter werden wird.

Die typische Leserschaft der Mopo haben wir bisher noch nicht direkt angesprochen.

Aber wir hatten eine halbseitige Anzeige in der Hamburger TAZ, eine ganzseitige Anzeige in der Print-Oxmox, sind stark vertreten bei Abgeordnetenwatch, und sonst im Internet, haben passend zu unserem Wahlprogramm wirklich geile Plakatmotive entwickelt, aus knapp vier Tonnen Holz 500 eigene Plakatständer gebaut und insgesamt 2100 Plakate auf die Strasse gebracht.

Wir haben einen Fernseh- und einen Radio-Werbespot entwickelt und produziert und unsere Drückerkolonen sind mit angemeldeten Infotischen und mobilen Flyeraktionen überall in der Stadt damit beschäftigt, unsere Wahlkampfzeitung Kaperbrief (in 60.000er Auflage) und unsere Themenflyer zu verteilen.

Parallel dazu waren und sind besonders unsere Listenkandidaten auf möglichst allen Veranstaltungen, die landespolitische Themen hatten - egal ob sie dazu eingeladen wurden oder auch 'nur' im Publikum mit Fragen ans Podium.

Sechs wirklich harte Wochen - wir haben das alles mal eben aus dem Boden gestampft, und unsere Nerven liegen inzwischen auch spürbar blank; die meisten sehen um die Augen rum aus wie Zombies auf Schönheitskur, aber die Tage bis Sonntag stehen wir noch locker durch - und wir sind stolz auf die geleistete Arbeit.

Von unserem im Vergleich zu den anderen Parteien kleinen Wahlkampfetat war noch etwas übrig - also raus damit! Es hilft ja auch nix, Geld über zu haben, aber eventuell wegen nicht ausreichender Werbung nicht gewählt zu werden.

Als I-Tüpfelchen sollte eben noch mal eine Anzeige in einem Medium plaziert werden, daß nicht so sehr unsere Stammwählerschaft anspricht, sondern einen großen Teil des Rests.

Erstaunlicherweise wollte die Mopo die Anzeige nicht drucken. Zuerst nicht, weil alle Anzeigen politischer Gruppen und Parteien durch die verlagsinterne Rechtsabteilung geprüft werden müssen. Okay - würde ich auch so machen, klar.

Dann kam aber eine Absage: Nach Absprache mit der Verlagsleitung werden wir Ihre Anzeige in der Form nicht veröffentlichen. Wir sehen die Persönlichkeitsrechte des Kandidaten Olaf Scholz beschädigt.

Aja.

Unnötig zu erwähnen, daß wir natürlich die rechtliche Freistellung dafür unterschrieben hätten und damit sowieso alle rechtlichen Folgen aus der Anzeige selbst übernehmen würden, und das war auch kein geschenkter Anzeigenplatz, wir hatten vor, dafür regulär zu bezahlen.

  • Unsere erste Reaktion: Die spinnen. ZENSUR!!!!1
  • Dann: Naja, die haben wirtschaftliche Zwänge.
  • Dann: Kann ja nicht sein. Vierte Macht im Staat (und so), die können das doch nicht ernsthaft ablehnen. Doch, können Sie. Ist so.
  • Ist vielleicht nicht besonders schlau oder pluralistisch gedacht, aber machen können sie es.

Naja, da ist dann eben mehr Platz in der Zeitung für so wichtige Dinge wie:

  • Gutenbergs Doktorarbeit und die passenden Plagiatsvorwürfe. Verletzt sicherlich keine Persönlichkeitsrechte des Showmasters. Na gut.
  • Der Bürgermeister und die doppelte Köhlbrandbrücke - verletzt vermutlich nur die Persönlichkeitsrechte der Brücke und nicht die des derzeitigen Bürgermeister-Darstellers. Naja, aber dem sei kurz vor seinem politischen Ende noch mal so eine Knaller-Topstory gegönnt, und das auch nur, weil die beauftragte Werbeagentur zu dämlich war. Das ist wichtig?
  • Und dem großen Mopo-Test Wie gut sind Hamburgs Döner? - okay, das will der Leser natürlich wissen, sehe ich ein.

Wir sehen ein, daß wir da mit so einer selbst gemalten Augenklappe für Olaf mit diesen Reisserthemen nicht ganz mithalten können.

Schade, schade - wenn sich das jetzt rumspricht... - naja, wir bei den Piratens sind ja nicht so geübt im Shitstormen, da wird schon nix passieren.


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this oerks!

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