Aleks ihm sein Blog

[ Wir haben noch Hirn hinten im Haus ]

Das ist mein Blog.

Hier gibts, was ich tue, getan habe und vielleicht tun werde. Auch, wenn und weil das total unwichtig für den weiteren Verlauf der Geschichte ist. Viel Spaß damit.

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25.11.2004


20:17 Uhr  Packstation - volle Punktzahl!


Am letzten Freitag habe ich etwas Kram bei einer meiner Lieblingsinternetapotheken bestellt, und da wollte ich dann doch mal die Packstation ausprobieren. Wider besseres Wissen gab ich also meine Kackstation-Nummer und so weiter als Anschrift an, und wartete nun hibbelig auf das Eintreffen des neuen Spielzeugs.

Am Dienstag wurde ich unruhig - so lange dauert das normalerweise nicht, freitags bestellen heißt, montag früh da sein. Also mal angerufen, ob es ein Problem gibt. "Nein, es sei alles in Ordnung, das Päckchen unterwegs und das Trackingsystem der Post sage, das Päckchen sei in der Auslieferung - muß heute noch kommen".

Was kam nicht am Dienstag? Oder auch nicht am Mittwoch?

Also heute noch mal angerufen, und nachgehakt.

"*klickerdiklicker* ja, das Päckchen sei nach Trackingsystem der Post niedergelegt, man hätte mich nicht nämlich nicht angetroffen." Ist ja auch logisch, ich hänge ja nicht den ganzen Tag vor dem Automaten, deswegen wollte ich ja bei kackstation mitspielen, nöch?

Ich rufe bei kackstation an, und will wissen, was Phase ist. Schon nach drei oder vier Minuten kostenpflichtigem Gewarte unter nervtötender Musik habe ich einen Suppenkasper am anderen Ende, der sich ziemlich ungeduldig mein Problem anhört: "Sind Sie sicher, dass der Versender denn überhaupt etwas versandt hat?" "ich habe gerade mit ihm telefoniert, das Trackingsystem (IHR verficktes Trackingsystem) hat sinngemäß gesagt, dass das Päckchen ausgeliefert bzw. niedergelegt sei." "Ich brauche die Paket-ID (Päkket-EI-DI), sonst kann ich da nix machen." "Die habe ich nicht. Ich habe das Päckchen nicht verloren und auch keinen Zugriff auf Ihr albernes Paketverfolgungsdings, ich kann ihnen aber gerne Versender, meine Kackstationnummer und so weiter geben." "Nein, ich brauche die Päkket-EIDI" "Ich habe Ihren Namen leider nicht verstanden..." "Ich brauche die Päkket-EIDI" "Äh, hallo? Ich möchte Ihren Namen, und zwar pronto, und direkt anschliessend ne Direktverbindung zur Schichtleitung!" "Die ist telefonisch nicht erreichbar" "Ihr Name war jetzt?"

Aufgelegt. Na sowas.

Also noch mal beim Versender angerufen, 'Ach, Herr Stielau - Sie schon wieder. Sie brauchen jetzt bestimmt die Päkket-EIDI, tut mir leid, das ist noch nicht in meinem Kopf, obwohl das seit der Einführung von diesen Kackstationen hier immer öfter passiert.' 'Argl' 'Tut mir wirklich leid, war ein Versehen' 'Argl' 'Wir überlegen schon, ob wir unseren Kunden mit von der Rechnungsanschrift getrennten Lieferanschrift einen extra Hinweis in die Webseite setzen.'

Ich bin dann erstmal kurz aufgestanden und durchs Büro gelaufen, und habe versucht, niemand anzuschreien.

Neuer Anruf bei der Kackpackstation-Hotline, wieder Wartemusik zum Schwiegermuttertöten. 'Ich habe Ihren Namen leider nicht verstanden. Sie sagen mir jetzt bitte noch mal Ihren Namen, und dann haben Sie doch sicher eine 2nd-level-Strategie für schwierige Kunden, oder?' 'äh, ja? Mein Name ist X' 'Gut, Herr X. Ich möchte JETZT SOFORT jemand von denen sprechen, ließe sich das einrichten, Herr X?' 'äh, ich weiß nicht, äh natürlich, Augenblick bitte' *düdellüdellü* 'Mein Name ist Name ist Bruno B, was kann ich für Sie tun?' - na, geht doch. 'Ich habe... brabrabra, die Paket-EIDI ist foobar, ich will mein Päckchen.' 'Augenblick, ja. Hmm. Ja, das wurde am Postamt niedergelegt. Und wir haben keine Nachricht erhalten, folglich Sie auch nicht. Aber das ist nicht unsere Schuld, weil...' 'Äh, hallo? Sind Sie ein Tochterunternehmen der Post oder ich?' 'ja, aber wir sind nicht schuld, das ist mal klar.' 'Herr B, ich möchte j e t z t Ihren Vorgesetzten sprechen, wäre das bitte möglich?' 'Ja, aber ich kann Ihnen jetzt auch einfach die Benachrichtigung smssen, dann holen Sie das Päckchen ab, und gut - das ist doch auch in Ihrem Interesse?' - hmm. Gut geschult, das Arschloch. Aber so einfach isses ja wohl nicht. 'Warum wurde das Päckchen denn nicht in der Kackstation abgegeben?' 'Hier steht, es ist zu groß für den Automaten, und sie wurden nicht informiert, weil wir das nicht wußten' Hmm. Die schmutzigen Details erspare ich mir mal lieber 'Okay, her mit der SMS' 'Ich rufe Sie dann gleich zurück, ob die SMS angekommen ist?' 'Latürnich'

Okay, SMS angekommen, er hat sogar versucht, zurückzurufen. Hmm. Der Hauptfeind ist also nicht er.

Widerwillig verlasse ich früher als sonst meinen Arbeitsplatz, und radle zur Post. 20 Minuten anstehen, logo. 'Ich möchte hier was abholen' und lege meine tolle, goldene DHL-Klubkarte auf den Tresen. 'Was, hier bei uns?' 'Aber hallo, das sagt zumindest die Hotline von DHL und mein Handy. Und falls Sie es eventuell nicht hier haben sollten, oder es sonst irgendwelche Probleme gibt, können Sie schon mal ein Sondereinsatzkommando bestellen - ich verspreche Ihnen, dass ich die Hütte hier niederbrenne. Haben Sie das verstanden?' 'Äh, ich schaue mal nach' Nach drei Minuten kommt die Schlonze wieder - mit Päckchen. 'Frieda, was machenenwaden jetzte?' Äh, hallo? Wie - was machenwaden jetze? Noch nie gesehen packi -packi für Kundi? Frieda hat zum Glück schon die Schulung 'Packi füri Doofi' abgegriffen und weiß: 'Nimste den Perso, weißte?'

Unnötig zu sagen, dass das Päckchen locker in die Kackstation gepaßt hätte. 'Äh, wie haben Sie denn die Benachrichtigung erhalten?' 'Gar nicht. Ich mußte erstmal bei DHL stänkern.' 'Achso, ja klar. Weil wir wissen ja gar nicht, was wir machen sollen, wenn hier ein Paket ankommt. Wir lassen die dann einfach hier liegen.'

Aleks - tief durchatmen. Du willst doch nicht in den Knast gehen, weil die zu doof sind für so einfache Prozesse, oder?

Okay - soviel zum Thema Kackstation. Kann man jedem uneingeschränkt empfehlen. Ich jedenfall lasse mir meinen Kram ab sofort wieder in die Firma liefern - wenn es irgendwie geht, von UPS. Ist irgendwie sicherer.


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