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Das ist mein Blog. Hier gibts, was ich tue, getan habe und vielleicht tun werde. Auch, wenn und weil das total unwichtig für den weiteren Verlauf der Geschichte ist. Viel Spaß damit. Wer mich möglichst zeitnah erreichen und/oder beschimpfen will, versuche dies per Email (s.u.) oder im ircnet.
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18.02.2010
Die notwendigen Zielkoordinaten gibts entweder von Google Latitude oder durch speziell darauf getrimmte Dienste wie InstaMapper , die man auch in eigene Webseiten einbauen kann - MyOwnCruiseMissleTarget2.0beta. Oder, wenn man es ernst meint und man lieber auf z.B. Schiffe losgehen möchte, nutzt man stattdessen gleich Digital Seas und Co... Die AIS-Daten (die Schiffpositionen, Speed, Drehwinkel, Schiffsdaten, die Digitals Seas auswertet), sind absichtlich zur Sicherheit aller Seefahrer frei verfügbar und mit einem Minimum an relativ primitiver Technik von HF/Computer-Laien abhörbar (UKW-Seefunk-Antenne, Scanner mit NMEA-Ausgang, fertig). Keine Ahnung, wie das mit Transpondersignalen von Flugzeugen aussieht, eventuell braucht man da etwas mehr Mühe und es wird wohl verboten sein, aber technisch wohl auch nicht so ein Problem. Ich frage mich, wann denn unsere Sicherheitsbehörden dahinter kommen, wie leicht man diese Daten nicht bestimmungsgemäß nutzen kann, und ob man dann auf den irren Gedanken kommt, diese irgendwie schützen zu wollen, inklusive des Verbots von Trackingdaten von Handys - außer, für unsere Sicherheitsbehörden, natürlich. Dann gibts da auch nen Jugend- und Terroristenschutzstempel für, dann ist das wieder sicher. Ich bin so glücklich, daß die unsere Freiheit schützen. [Kategorie: /gis] - [permanenter Link] - [zur Startseite]21.12.2007
Lange nicht mehr dazu gekommen, hier was zu schreiben (nun doch, warum steht ganz unten und ergibt zusammen mit der Erstellungsuhrzeit (Un)sinn). Das liegt auch daran, daß ich neues Spielzeug bekommen habe, und da braucht es dann viel Zeit, nach der ersten new gear Begeisterung (*hibbel*) die technischen Möglichkeiten zu kapieren, diese dann auszureizen, die Technik vor den Poller zu fahren und sich dann darüber aufzuregen, was alles nicht geht. Ich befinde mich gerade in den Phasen ausreizen, Poller fahren und aufregen. Mein altes Hand-GPS ist nicht mehr das beste, man bekommt nur 8MB Kartendaten draufgefriemelt und es ist im Vergleich zu aktuellen Geräten mit SIRF-III-Chipsatz genauso unempfindlich gegen GPS-Satelliten wie ein Stück altes Schwarzbrot. Das letzte führt dann dazu, das aufgezeichnete Tracks zum Teil erhebliche Abkürzungen machen - so soll das nicht sein. Gleichzeitig hat mir Colin eine weitere, faszinierende Anwendung für GPS-Spielzeug gezeigt und mich angefixt: Das Erstellen von frei zugänglichem und nutzbaren, routingfähigem Kartenmaterial im Projekt OpenStreetMap. Vor dem Hintergrund, das z.B. auch GoogleOerks für die Einzelanwendung die Lizenz abgeändert hat und andere elektronische Karten (ob nun routingfähig oder nicht) heftig teuer und nicht immer so aktuell sind, wie man sich das eigentlich wünscht, macht sowas schon viel Sinn. Das Projekt kann sich bereits sehen lassen, besonders in Großstädten. Naja, und da will ich nun auch mal ein bißchen mitmachen. Dafür braucht es new gear (klar, oder?). Ein Daten-Logger (also ein GPS-Receiver ohne Display und fast ohne Bedienelemente) würde dafür völlig ausreichen und ist auch ziemlich billig zu haben. Also die passenden Listen studiert und mich relativ schnell für ein Spielobjekt namens Transystem i-Blue 747 entschieden. Leider hat der Transport vom Händler bis zu mir wirklich nervige sechs Tage gedauert. Vielleicht mußten die Franzosen aus Qualitätssicherungsgründen (gleichbleibende Qualität der Transportschäden) noch mit dem Stapler über die Sendung fahren und der war gerade kaputt - oder man weiß es einfach nicht. Wie auf der Webseite angekündigt, tut die beigelegte Software zum Konfigurieren und Trackdownload nur unter Windows, und die auch vorhandene Java-Software ist auch eher grausam - schick ist allerdings Mac Travel Recorder, auch und vor allem, weil der Entwickler schnell mal zwei Featurerequests in die Software gefummelt hat - dafür ist es nicht OSS. Das auch vorhandene perl-cli Tool MTKBabel hab ich erst hinterher entdeckt und noch nicht richtig ausprobiert - es tut aufm Mac so direkt aus dem tarball nicht, weil es SerialPort.pm benötigt und meine Portscollection in Bezug auf CPAN-Module gerade etwas herumspackt - sollte aber aufm Mac gehen, wenn man sich etwas Mühe gibt und wenn es wie der Name vermuten läßt, auf gpsbabel aufsetzt. Was auch funktioniert, zumindest zum Auslesen der NMEA-Daten in Echtzeit, ist gpsd und passende Clients (siehe Teaser). Inzwischen hab ich nen Haufen Tracks (ein Beispiel für GE mit alle 5 sek. Log) mit der Maus erstellt, und auch schon zwei zum Testen auf OSM hochgeladen, aber der Editor, mit der man aus den Tracks verwertbare Daten macht - JOSM - Java Open Street Map Editor entzieht sich in seiner Vielfältigkeit von Layern und etwas ungewohnter Bedienung noch etwas dem lockeren Arbeiten.
Daneben war ich mal wieder seit längerem auf der Suche nach siffigen Munitionskisten und Tupperdosen und hab wieder mal die Erfahrung gemacht, daß der Empfänger von Nils unter schwierigen Empfangsbedingungen einfach weniger Probleme bereitet. Naja - weniger Probleme ist ne falsche Betrachtungsweise - er macht mehr Spaß. Wir sind erst Mittags los und haben uns zwei Caches von stadtbekannten Cache-Meisterbastlern ausgesucht: Zu erst einen von Cosmic Bob, einem wegen seiner gut ausgearbeiteten Strecken und Stationen auf lost places weithin anerkannten Multi-Bauer: Somewhere over the Rainbow, hinterher noch einen vom Weltklasse-Behälterbastelmeister Mystphi. War dann auch so, wie wir uns das gedacht haben, wir durften in fiese Löcher auf längst vergessenen, aber frei zugänglichen Geländeteilen der Nobel-Werke klettern und hinterher ein extrem geil ausgefuchstes System zur Cachebeherbergung begutachten. Ein paar Bilder gibts hier. Und von wegen Fleischmütze. Viel besser sieht das bei Dir auch nicht mehr aus :-) Nach dem Cachen hab ich dann beschlossen, mir ein neues Handgerät zuzulegen, dabei habe ich mich etwas intensiver mit den Webseiten beschäftigt, die Zubehör zum Cachen anbieten. Leider sind mal wieder andere zuerst darauf gekommen, anderne Leuten mit dem gleichen Hobby Geld aus der Tasche zu ziehen - vielleicht bin ich auch einfach nicht skrupellos dafür. Da gibt es Highsense Geocaching Handschuhe, alberne Münzen und mein absoluter Favorit: legefertige Caches. Da frage ich mich doch, warum es nicht gleich legefertige, gelegte Caches an geilen Orten mit Wartungsvertrag und allem gibt - man hat ja auch kaum Zeit, sich um sowas selbst zu kümmern, ne? Ich befürchte, daß diese Spezial-Handschuhe, atomschlagfeste Logbücher usw extrem gut laufen, obwohl es die aus dem Baumarkt auch super tun. Scheinbar (ich lese keine Cache-Foren) stören sich auch andere daran, jedenfalls gibts zumindest bei einer der genannten Butzen eine Art Entschuldigung. Das Tolle am Cachen ist ja gerade, das man bis aufs GPS-Gerät selbst eigentlich keine hochspeziellen und teuren Sachen braucht, aber es entwickelt sich anscheinend dahin, das man undergeared ist, wenn man nicht überall nen Orginal-GC-Aufkleber drauf hat. Auf Cachertreffen sehen auch schon einige so aus, als müßten sie eben gleich mal bei einem Kommandounternehmen hinter den feindlichen Linien abspringen.
Ahja, auf Grund von Nils ihm seinen Erfahrungen und der guten Eignung für Openstreetmap-Karten und meinem bereits vorhandenen Garmin-Zubehör hab ich mich für ein Garmin 60cx entschieden. Ausgepackt (in der Küche) - Position gehabt :-). Da kam dann der Teil mit dem Aufregen. Über Garmin nämlich, die es ziemlich Ernst meinem mit dem Schutz von 'interlectual property'. Ich bin rechtmäßiger Besitzer des (alten) topologischen Kartensatzes Deutschland 1:50.000. Man kann so einen Kartensatz, der damals deutlich über 200 Euro gekostet hat, nur auf zwei Geräten benutzen, und latürnich auch nur unter Windows. Natürlich hab ich das virtuelle Windows von damals nicht mehr, also unter Parallels neues Glück im Spiel. Witzigerweise hat sich das Registrationsmodell von Garmin geändert, mein 13stelliger Code geht nicht mehr, nicht mal mehr als Seriennummer zur Freischaltcode-Aktivierungsanforderung. Da ich wegen der USB-Treiber für Windows schon die aktuellste Version von mapsource installiert hatte, hab ich mich auch nicht getraut, die alten Karten einfach so auf den Rechner zu basteln (da kommt immer ein mapsource mit, und bevor die sich dann hauen...). Die maßgeblichen Foren sind voll von ähnlichen Problemen und auch dem Gelächter über eine schon sehr alte Ankündigung von Mac-Versionen. Wenn die nicht aufpassen, laufen sie Duke Nukem den Rang ab... Da ich auch meinen mygarmin-Login von vor X Jahren nicht mehr weiß, wähle ich nach 1,5 Stunden rumprobieren (und der Versuchung, einfach eine inzwischen längst gecrackte Version der gleichen Karten zu benutzen) doch diesen Weg, und siehe da - es geht, der uuuralt-Installer merkt, daß da schon ein neueres mapsource drauf ist und installiert nur die Karten.
Das Vergniddeln (gps-gerätespezifisches donglen) und Aufspielen von 500
MB Kartendaten auf das 60cx hat dann noch 1,5 Stunden
gedauert, so daß ich endlich
diesen Blogeintrag vollenden konnte. DANKE, Garmin!
[Kategorie: /gis] - [permanenter Link] - [zur Startseite]25.10.2007
Googleoerks hat neue Karten, Hamburg ist nun endlich richtig hochauflösend. Leider ist mein Boot nicht an seinem Platz, siehe kml. Dafür das von Nils. Ich hab echt lange nach meinem Boot gesucht, und es nicht gefunden - im ganzen Hafen nicht. Dafür hab ich eine Barkasse gleich drei mal entdeckt - siehe kml. Ich rätzle etwas um den Zeitpunkt der Aufnahmen - die von unserem Büro sind ziemlich sicher von Frühling 2007 (wir konnten heute ganz gut den Abbau der Kräne rekonstruieren), und es muß nach Anfang Mai sein, weil Nobile nicht mehr an ihrem Winterliegeplatz liegt.
Also ist so ein Googleörks-Bild eine Reise in parallele Zeiten -
eigentlich klar, aber witzig, dies an Dingen, die man verorten kann,
herauszufinden.
[Kategorie: /gis] - [permanenter Link] - [zur Startseite]12.10.2007Wer als vorbildlicher Blogleser auch das kml-File der letzten Einträge betrachtet hat, dem wird aufgefallen sein, daß der eingezeichnete Track manchmal sehr direkt geht und nicht immer dem Wasserlauf folgt. Der erfaßte Track stammt von einem normalen Hand-GPS (Garmin gpsmap76), das einfach so herumlag, nicht vom Wunderplotter mit SIRF-III-Chipsatz. Ab und zu hab ich wohl auch vergessen, es einzuschalten, ab und zu hatte es so einfach herumliegend wohl auch einfach nicht genug Satelliten. Schade, schade. Ahja, aufmerksamen Lesern fällt noch auf, daß ich vergessen habe, die Streckenabschnittsabkürzungen aufzulösen: Elbe: Elbe, Fluß, entspringt in Tschechien und fließt bei Cuxhaven in die Nordsee (sicher schon mal gehört...) ESK: Elbe-Seiten-Kanal, verbindet strömungsfrei die Elbe (Artlenburg/Lauenburg) mit dem Mittellandkanal (Wolffsburg) MLK/EHK: Mittellandkanal/Elbe-Havel-Kanal, verbindet die westdeutschen Wasserstraßen mit den östlichen, überquert bei Magdeburg die Elbe und heißt ab dort eben EHK, die Kilometrierung bleibt. UH: Unterhavel, startet in Berlin an der Schleuse Spandau, geht über Brandenburg bis Havelberg und mündet dort in die Elbe. SOW: Spree-Oder-Wasserstraße, verbindet die UH mit der Oder, folgt in Berlin dem Verlauf der Spree. TK: Teltowkanal, verbindet die Potsdamer Gewässer mit den östlichen Berliner Gewässern, kürzt die Stadtspree und UH ab. PVK: Pareyer Verbindungskanal, n-licher Durchstich vom EHK zur Elbe. Schleusenkanal: Verbindung zwischen Elbe und UH bei Havelberg. Elwis
stellt das auch noch mal grafisch dar.
[Kategorie: /gis] - [permanenter Link] - [zur Startseite]11.09.2007
Es ist interessant zu sehen, wie die Entwicklung bei GPS-Geräten voran schreitet. Mein neuestes GPS-'System' (muß man da schon sagen) empfängt auch mit kompletter Abdeckung der Antenne durch zwei Alu-Kochtöpfe Daten von sieben Satelliten (zum Vergleich mit dem oberen Topf entfernt). Mein erster GPS-Empfänger, ein Garmin 75 war da noch ganz anderes drauf. Der hätte innerhalb meines Bootes gar nix angezeigt, und selbst hinter einer Persenning ziemlich geschwächelt. Dafür hat das Ding 1993 auch einen vierstelligen Betrag gekostet und war in der Lage, während des ersten Fixes einen Satz guter(!) Batterien in 17 Minuten zu vernichten, für den er in der Regel 15 Minuten gebraucht hat. Gerade noch diese informative Seite über ihn gefunden - Multiplex-Empfänger, so nannte sich das, wenn er zwischen mehreren sichtbaren Satelliten hin- und herspringen konnte, und das war damals schon die advanced technology Variante. Da eine komplette Navigationsnachricht mit Satelliten-Almanach beim NavStar-System (was sich heute GPS nennt) ziemlich exakt 12,5 Minuten dauert, war es wichtig, den Empfänger während der Berechnung der ersten Position nicht zu bewegen oder abzuschatten, um aus den gemultiplexten Teilnachrichten einen brauchbaren Satelliten-Almanach zusammen zu bekommen - sonst war schnell mal ein zweiter Satz Batterien notwendig. Der 75er war sehr tapfer, ist viel herumgekommen und vor allem viel Salzwasser ausgesetzt gewesen - und ist immer noch im produktiven Einsatz, er sammelt die Daten für die Tracks der Roald Amundsen - mit abgesetzer Antenne. Garmin hatte schon in den frühen 90igern genug Weitsicht, etwas zu basteln, was den Jahrtausendwechsel übersteht - was erstmal kein Problem ist, da der Überlauf beim GPS-System an einer anderen, früheren Stelle, genauer am 22.08.1999 lag (NavStar zählt Sekunden ab dem 06.01.1980 in einem 10bit-Register, Anfangswert der julianisierten Form 2.444.244.500, 1024 Wochen ist dann der maximal speicherbare Wert). Andere haben das trotzdem nicht geschafft. Der Batterieverbrauch war übrigens nur für den first fix so hoch, danach konnte man satte vier Stunden (mein zweites, inzwischen technisch veraltetes Garmin GPSMAP 76 kann immerhin schon reale 18 Stunden) nutzen. Ich habe mich dann irgendwann nach etwas neuem umgesehen, der Batteriehunger im Handbetrieb und die schlechten Empfangsergebnisse bei teilabgeschatteter Antenne waren nervig - abgesehen davon gab es günstige und sehr viel komfortablere Geräte auf dem Markt, die auch Karten laden konnten. Inzwischen habe ich fünf :-) solche Dinger, der oben abgebildete Standard Horizon CP300 ist der neueste und auch der mit der besten Empfangstechnik, dafür ist er nicht so transportabel. Neben den inzwischen erwarteten Features wie z.B. eine sonnenlichttaugliche, einigermaßen große und farbige Darstellung der Umgebung mit automagischem Hervorwürgen von Zusatzinformationen, wenn man den Cursor bewegt, kann er neben der eigenen Position auch die Positionen von anderen in der Karte darstellen. Das Beispiel ist deshalb witzig, weil es Eingeweihten demonstriert, daß die Hamburger Wasserschutzpolizei anscheinend nicht so richtig in der Lage ist, ihre AIS-Sender richtig zu programmieren. AIS? Das Automatic Identification System dient dazu, die Sicherheit im Schiffsverkehr zu erhöhen, in dem Schiffe unter anderem ihre Position, Größe, Geschwindigkeit, Drehwinkel und -geschwindkeit von sich aus aktiv aussenden. Dies steht im Gegensatz zu anderen Ortungsmethoden, wie z.B. Radar, wo nur anhand der Reflektionen eines Ziels Schlüsse über das Ziel gezogen werden, also eine Interpretation stattfindet. Radar bietet zwar seit einigen Jahren auch die Möglichkeit der automatischen Vorausberechung eines Kurses (und damit Vorausberechnung der Zeit und des Ortes der dichtesten Begegung/Einschlags) eines Radarziels (ARPA), es bedarf aber besonders in Revieren mit notwendigen Kurs- und Geschwindigkeitsänderungen und viel Verkehr sehr viel Erfahrung beim Bediener. AIS bietet nebenbei auch noch die Möglichkeit, diese Signale einfach aufzufangen und in ein anderes Medium zu transportieren, wie es z.B. Vesseltracker oder AISlive machen. Besonders der Service von Vesseltracker ist nett, da ein einigermaßen (3-4 Stunden) aktuelles Google-Earth-File auch für lau zur Verfügung steht. Wer sich dies herunterlädt, suche mal nach 'WS 27' - das ist noch besser als 'WS-31'. Nicht mal mit dem Bindestrich wird einheitlich umgegangen. WS 27 firmiert als 'pleasure craft' (wo mal alle im Hafen vollmundig zustimmen würden - trotzdem wäre 'law enforcement' die richtige Bezeichnung), bei beiden stimmt die MMSI (eine weltweit einmalige Rufnummer, fängt in D mit der 211 als 'Vorwahl' an') nicht, und Rufzeichen sind ja auch nicht so wichtig. Nach dem Herumspielen mit dem ITU-Finder für Schiffsrufzeichen bin ich mir nicht mehr ganz sicher, ob mein Vorwurf in Bezug auf MMSI gerechtfertigt ist, sieht fast so aus, als hätten die nur ne Binnen-Zulassung und damit überhaupt keine MMSI. Die offiziell an die ITU gemeldete Bezeichnung ist auch WSP 27. O tempora, o mores. Die Darstellung von AIS-Daten auf dem Kartenplotter ist vor allem als Hafenkino ganz nett - durch die Verbreitung per UKW-Seefunk (und damit relativ großer Reichweite über die optische Sichtweite hinaus) kann man locker den gesamten Verkehr im Hamburger Hafen beobachten, auch und gerade, wenn man nur am Liegeplatz rumgammelt - dazu den Funk auf dem Kanal, der lt. Revierzentrale eigentlich nicht zum Verabreden und Durchführen von gemeinschaftlichen Verstößen gegen die Verkehrsvorschriften gedacht ist, und man ist mittendrin statt nur dabei - die kleinen Dreiecke sind Schiffssymbole, wenn sie an der spitzesten Ecke eine Linie haben, bewegen sie sich. Am meisten beeindruckt mich die Empfangsleistung im Kochtopf - ich glaube jetzt Nils, das sein ebenfalls mit einem SIRF Star III ausgerüsteter Empfänger auch im Fahrstuhl tut. Mir ist überhaupt nicht klar, warum der Hersteller 15 Meter Kabel mitliefert - die Antenne funktioniert quasi überall, wenn man nicht gerade ein Schiff aus Beton ohne Fenster verwendet. Nun bin ich auf der Suche, wie ich die aufgezeichneten Tracks aus dem Gerät bekomme - anscheinend bietet NMEA keine brauchbaren Möglichkeiten, außerhalb von Echtzeit mehr als Waypoints und Routen zu übertragen, oder habe ich da was übersehen? Und der Hersteller hat (eigentlich lobenswerterweise) kein eigenes Protokoll zusammengesemmelt, das dies ermöglicht.
Ahja, nochwas: Günstig abzugeben hätte ich einen ziemlich ramponierten
Dantronik Micrologik ML-250 mit bereits mehrfach zerlöteter
Pufferbatterie (braucht deswegen auch ziemlich lange nach dem
Einschalten).
[Kategorie: /gis] - [permanenter Link] - [zur Startseite]07.01.2007
Eine weitere Möglichkeit, pseudointeraktive webzwonullige Vermaschungsmöglichkeiten zu schaffen. Grundlage für die nebenstehende Karte ist der Vlocate-Service, der wiederum auf den inzwischen zahlreich im Netz verfügbaren Datenbanken, die IP-Nummern bzw. Netzteile mit Ortsdaten wie z.B. GeoLite Country verknüpft. Hier eine sehr, sehr primitive, aber dafür sehr anschauliche Version Mit Hilfe von entsprechenden Datenbanken kann man dann rausfinden, wie die Nutzer z.B. einer Webseite über die Welt verteilt sind, und ob es sich lohnt, z.B. eine Sprachversion in koreanisch zu basteln. Leider ist die von vlocate verwendete IP-Datenbank nur mäßig präzise - dafür ist der Service aber auch kostenlos; bzw gaukelt die Verbindung von Provider-Daten mit irre hochauflösenden Satellitendaten eine Genauigkeit vor, die die IP-Locations einfach nicht haben. Wer sich auch in der Karte verewigen möchte, muß diesen Artikel direkt, also nicht per rss lesen und dabei javascript erlauben - rss/xml kann zum Glück kein javascript.
Irgendwas ist ja immer.
Ab hier wirds anstrengend. Zonix: Du kannst nun aufhören, zu lesen. Alle anderen auch, die sich nicht für Navigation an sich und die Seemeile im besonderen interessieren. Nun sollte ich noch erklären, warum 1,852km (auch genannt: 1 nautische Meile) so ein tolles Maß ist, um auf der Erde zu navigieren. Es ereilte mich bereits eine ungeduldige und fragende Mail dazu. Nun gut. Eine Seemeile ist eben der sechzigste Teil eines Breitengrades, also eine Bogenminute. Was ein Breitengrad genau ist, habe ich noch nicht erklärt. Im Gegensatz zu den Längengraden schneiden sich Breitenkreise nicht an irgendeinem Nullpunkt (so, wie die Längengrade an den Polen), sondern sind parallel zueinander ausgerichtet. Die Nullmarke für die Breitenkreise ist der Äquator, der genau in der Mitte zwischen Nord- und Südpol liegt, er steht senkrecht zur Drehachse der Erde, die zwischen den beiden Polen verläuft. Das hat einen zwei große Vorteile: Der Abstand zwischen zwei Breitengraden ist überall auf der Erde genau gleich, das ist bei den Längengraden nicht der Fall, weil sie sich alle im Pol treffen. Die Breitengrade stehen immer genau rechtwinklig zu den Längengraden, da sie ja parallel zum Äquator liegen. Um die Breite eines Ortes zu bestimmten, reichen sehr primitive Winkelmeßinstrumente aus - durch Beobachtung der Gestirne und der Messung des Winkels zwischen ihrer Position im Zenith und dem Horizont ließ sich bereits im Mittelalter die Breite eines Ortes verläßlich bestimmten - so breitelten sich auch die ersten Entdecker durch die Weltmeere und trafen erstaunlich genau Inseln, Städte (bei der Heimreise) usw wieder, wenn deren Breite (bzw. der Stand eines Gestirns von diesem Ort aus gemessen) bekannt war, ohne eine genau gehende Uhr haben zu müssen - diese ist allerdings für die Bestimmung der geografischen Länge eines Ortes extrem wichtig. Wenn das Thema interessiert, es gibt ein sehr schönes Buch dazu: Längengrad. Es gibt 180 Breitenparallele, je 90 Richtung jeden Pols - der Pol selbst ist dann auf 90° nördlicher bzw südlicher Breite. Die Seemeile funktioniert als Maß auch, wenn man die tatsächlichen Eckdaten einer Erde (oder des Jupiters) gerade nicht zur Hand hat - oder nur über sehr ungenaue Schätzungen verfügt, weil sie ein geometrisches Maß ist. Die Erde hat einen Radius von etwa 6.370 km, daraus kann man leicht den Umfang berechnen (40.000 km). Teilt man diesen Umfang durch 360 Grad, und dann noch mal durch 60 (Minuten), erhält man eben genau diese ominösen 1.852 km, die einer Seemeile oder eben einer Bogenminute entsprechen.
Wenn man nun versucht, so etwas gewölbtes wie die Erde (ein sphärisches Objekt, ziemlich dreidimensional) auf Papier abzubilden (um z.B. eine Karte zu erzeugen), ergibt sich das Problem, daß Papier selbst erstmal ziemlich flach (zweidimensional) ist. Daraus ergeben sich ziemliche Verzerrungen, die für genaue Karten sehr problematisch sind. Das kann jeder ausprobieren, einfach mal eine Orange in ganz dünnes Papier einwickeln, die dabei entstehenden überflüssigen Ecken nach innen wegfalten, ein paar Punkte drauf malen oder drei Reißzwecken reindrücken, die Abstände der Reißzwecken mit Nähgarn o.ä. ausmessen und notieren (wer richtig wütig ist, versucht auch noch, die Winkel zwischen den Punkten zu bestimmen). Nun die Apfelsine auswickeln, Papier glattstreichen und den Abstand der Punkte noch mal messen. Deswegen gibt es für Karten bestimmte Projektionsformen, die versuchen, die Kugelgestalt der Erde möglichst ohne oder aber mit bekannten, vernachlässigbaren Fehlern abzubilden. Sehr beliebt (außer für Polregionen) ist da die Mercator-Projektion, die die Erde in einen Papierzylinder aus Butterbrotpapier legt, der am Äquator anliegt. Dann wird im Erdmittelpunkt eine Lampe angemacht und die Erdoberfläche auf semitransparent geschaltet und abgezeichnet (Wer einen klassischen, von innen beleuteten Globus hat, kann das tatsächlich mal tun).
Wenn man diesen Zylinder nun ausrollt, bekommt man ein verzerrtes Abbild
der Erde, Erdmassen in Äquatornähe werden im Verhältnis zu Regionen in
Polnähe klein (also 1:1) abgebildet, je weiter der Abstand zwischen
Globusoberfläche Zylinder wird, desto größer werden die Landmassen.
Eine richtige Mercatorkarte wird deswegen in N-S-Richtung
angepaßt (gedehnt), so daß man an jedem Punkt richtungs- und winkeltreu ist, aber
gleichzeitig mehrere Maßstäbe verwendet und nicht flächentreu ist.
Eine richtige Mercatorprojektion läßt sich also eigentlich nur rechnerisch, nicht zeichnerisch erzeugen. Ich merke gerade, daß das hier deutlich zu weit führt. Wen das Thema genauer interessiert: Eine sehr fundierte Darstellung (die o.g. aus Wikipedia ist im Detail falsch) findet man unter: http://www.kowoma.de/gps/geo/Projektionen.htm, daher stammt auch die Grafik. Wichtig ist: Eine Karte zur Navigation muß winkel- und streckentreu sein - sonst kann man nicht navigieren. Gleichzeitig ist es sehr hilfreich, wenn Längen- und Breiten rechtwinklig zueinander verlaufen, es gibt Kartenprojektionen, wo dies nicht der Fall ist. Seekarten sind in gemäßigten Breiten eben Mercatorkarten, und sie haben an den Kartenrändern eine direkte Möglichkeit, Länge und Breite abzulesen. Da der Abstand zwischen zwei Breitengraden eben genau 60 Seemeilen sind, kann sehr schnell Distanzen aus der Karte nehmen (mit einem Marinezirkel) und an den linken oder rechten Rand halten, um die Entfernung zu erfahren. Dies geht eben auch bei Punkten, die nicht genau in N-S-Richtung liegen, sondern beliebig, da durch die Kartenprojektion Winkel- und Strecken-Treue für diesen Kartenausschnitt gewährleistet sind. Mit der Einschränkung, daß dies nicht auf sehr kleinmaßstäblichen Karten (Überseglern) funktioniert, und daß man die Entfernung immer auf ungefähr der gleichen Breite am Kartenrand abmessen muß, auf der die beiden zu messenden Punkte auch liegen, da sich ja auch innerhalb der Karte der Maßstab immer leicht ändert (bei sehr großmaßstäblichen Karten ist das allerdings neben allen anderen möglichen Fehlern und Ungenauigkeiten zu Vernachlässigen - zum durch die Prüfung fallen reicht es aber trotzdem). Desweiteren gibt es in Luft- und Seefahrt ein direkt von der Seemeile abhängendes Geschwindigskeitsmaß, den Knoten (also Seemeile pro Stunde). Damit kann man dann nicht nur Entfernungen sehr leicht aus einer Karte heraus messen, sondern auch gleich (Ankunfts-)Zeiten und Geschwindigkeiten, in dem man ein Vielfaches der aktuellen Geschwindigkeit (so sie einigermaßen gleichförmig ist) am Kartenrand in Seemeilen in den Zirkel nimmt, und dann die zu bewältigende Strecke abzirkelt. Zu den Fragen in Hans ihm seiner Mail: Wo ist dann der praktische Nutzen "zu Lande"? Den gibts nur, wenn man wirklich 'navigiert', und nicht, wenn man nach Straßenatlas fährt. Ist man auf Straßen angewiesen, macht Navigation im klassischen Sinne keinen Sinn, auch nicht auf dem Wasser. Dort ist es dann einfacher, Tonnenpärchen zu zählen. Erst, wenn man eine Bewegungsrichtung relativ frei wählen kann (Hochsee, Wüste und in der Luft) oder wenn man es muß, z.B. beim Bau von neuen Straßen, Eisenbahntrassen usw. macht es Sinn, im Erdsinne richtig zu navigieren. Da gibt es doch speziell projizierte Seekarten, das habe ich ganz schwach in Erinnerung. Die unterscheiden sich nochmal wie von der Land-Karte? Siehe oben. Landkarten, insbesondere genauere Landkarten wie Meßtischblätter und Co sind transversale Zylinder-Projektionen, die also nicht den Äquator am Zylinder anliegen haben, sondern den Meridian, der in der Mitte des zu betrachtenden Kartenausschnittes liegt. Gängige transversale Kartenprojektionen sind z.B. Gauss-Krüger und das UTM-Gitter. P.S. Auch der Meter ist ein Erdmaß - er ist der zehnmillionste Teil des Abstands zwischen Pol und Äquator - aber eben ein sehr unhandliches.
Und noch was: Die Karte mit den roten Punkten oben ist auch ne
Mercatorkarte, wie die Karte in der Tagesschau. Immer gut zu erkennen an
dem im Vergleich zu Afrika wirklich riesigen Grönland.
[Kategorie: /gis] - [permanenter Link] - [zur Startseite]26.12.2006
So, die in Orte des Shrekens eingeführten geotags tun nun auch im RSS-Feed, und googlemaps zeigt nun die Hybridkarte (also Satellitenkarte mit Straßenoverlay) an.. Übrigens: XML stinque. Sehr sogar. Und ich hab gerade keinen sinnvollen Geotag zur Hand. Deswegen bohre ich noch kurz die Nebengeschichte von gestern etwas auf, Ihr erinnert: Vorteile des Sexagesimalsystems, 15 Grad sind eine Stunde und so. Aaahlsooo, das ist so: Die, die sich mal ausgedacht haben, wie man möglichst exakt jeden Ort auf der Erde beschreibt, haben sich wegen der kugelähnlichen Form der Erde ziemlich schnell auf ein sphärisches Polarkoordinatensystem versteift. Daraus könnte sich ergeben - zumindest wenn man der landläufigen Meinung folgt, daß ein Kreis 360° hat - daß es 360 Längengrade gibt, weil eine plattgedrückte Kugel ja ziemlich kreisförmig ist. Eine interessante Frage ist, warum man nicht von der gedachten Nulllinie aus vorwärts bis 360 zählt, wie z.B. auf einem Kompaß, sondern jeweils zwei Richtungen bis 180. Somit hatte man z.B. die Möglichkeit, den Nullmeridian getrennt vom Datumsüberschlagspunkt (und diesen in einen völlig anderen Teil der Welt) zu legen, was erstens das eurozentristische Weltbild (ja, shrek kann Vokabeln, was?) zementierte und außerdem verschob man die nervige Rechnerei mit dem Datums-Überschlag vom größten Flottenstützpunkt der Royal Navy (Portsmouth, westlich von Greenwich) in eines der wichtigsten Interessengebiete der englischen Krone (Europa; zu einem großen Teil östlich von Greenwich) an den Arsch der Welt. Jaja, man kann das auch alles mit Fronkreisch und deren Null-Meridian besprechen, aber der ist ja nicht weit weg und hat sich auch nicht durchgesetzt, ebenso wie andere. Der o.g. Kompaß hat übrigens erst seit relativ kurzer Zeit eine Gradeinteilung wie oben beschrieben, vorher war eine Einteilung in Striche (zu 11,25° Grad, 8 Strich sind also 90°) üblich. Also, 360 Grad stehen zur Verfügung. Es hat sich wohl rumgesprochen, die Erde dreht sich in 24 Stunden einmal um sich selbst. 360/24 ist 15. Also entspricht eine Stunde einer Drehung der Erde um 15°.
Damit hab ich ja nen paar Geotags.
Beim näxten Mal erkläre ich dann, warum das System bei den
Breitengraden anders läuft, und auch, warum eine Seemeile ein so
praktisches Navigationsmaß auf der Erde ist.
Google maps link: Royal Observatory, Greenwich
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