Aleks ihm sein Blog

[ Wir haben noch Hirn hinten im Haus ]

Das ist mein Blog.

Hier gibts, was ich tue, getan habe und vielleicht tun werde. Auch, wenn und weil das total unwichtig für den weiteren Verlauf der Geschichte ist. Viel Spaß damit.

Wer mich möglichst zeitnah erreichen und/oder beschimpfen will, versuche dies per Email (s.u.), per Twitter, auf Facebook oder im ircnet oder suche mich persönlich auf.

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20.01.2005


13:28 Uhr  Schwule - Objekte der eigenen Angst


Moshammers Tod wurde - für die so genannten Boulevard-Medien - viel zu schnell aufgeklärt.

Anstatt sich ernsthaft damit auseinanderzusetzen (aus ein ander zu setzen), woher die ermittelnden Behörden die entsprechenden DNA-Proben des Täters gezaubert haben, und wie es mit den rechtlichen Hintergründen für entsprechende Datenspeicherung aussieht, stürzt man sich lieber auf die geheime schwule Partywelt und läßt dabei kein Klischee aus.

Hmm. Doch, eins. Es fehlt der sonst übliche Hinweis, das Schwule vor allem hinter knackigen Heteros her sind und diese durch Arschficken zu Schwulen machen wollen. Weil: Schwulsein zeichnet sich ja ausschliesslich dadurch aus, das man anderen Typen den Pimmel in den Hintern steckt.

Ansonsten kann ich mir nicht erklären, wo der Unterschied zum normgerechten Hetenvögeln sein soll (ich hoffe, der Link von oben bleibt stehen):

  • Bars: Komisch, es gibt auch Bars für Heten und Heteros.
  • Partys: Komisch, gibts auch.
  • Schneller Sex: Exclusiv und Co berichten täglich davon, auch gleich noch, wer mit wem und wo.
  • Auch häufig (Auch häufig? Ein besonders schöner Punkt!): Swingerparties. Klar, das machen alle Heten/ros permanent, genau so wie alle Homos. Wild in der Gegend rumpoppen und dabei alberne Augenmasken tragen, wenn die Voyeure von den Quotensendern sabbernd dabei sind.
  • Saunen: Saunen sind oft schmuddelig (ach, was) und haben Umkleidekabinen - danke, BILD! Vielleicht fragst Du vorher mal bei Kuppe (Kenner sprechen es auch gerne wie Coupe aus) nach, die hätten das gewußt.
  • Stricher: Ich meine schon mal gehört zu haben, das sich der Heteromann gerne mal Erleichterung gegen Kohle verschaffen läßt - ohne diesen Markt und die entsprechenden Anzeigen, gerade in Blind, gäbs die Zeitung wahrscheinlich gar nicht mehr. Ebenso gibt es an den deutschen Ostgrenzen günstigeres Frischfleisch. Wobei der Kinderficker von Welt ja lieber nach Thailand fliegt, oder sich sich ne Frau im Katalog bestellt, weil sie so schöne Augen hat.
  • Fetische: Die wirklich bizarren Fetische kommen wohl eher aus... lassen wir das.
  • Termine: Sportschau. Karneval - also ne für Heteros total unübliche Kiste, feste Termine zu haben.
  • Hilfsangebote: Nee, gibts nicht. Schließlich ist ja hetero sein normgerecht. Inklusive Sportschau gucken, ab und zu mal die eigene Ische verprügeln oder sich vor ner Dizze besoffen mit anderen Heteros richtig auf die Fresse hauen, Frauen angaffen und angrabbeln, ihnen nachpfeifen. Das gehört schliesslich zum guten Ton! Hmm. Doch, da gibts schon was: Hilfsangebote für Frauen und Kinder, die es mit ach so normgerechten Heteros aushalten müssen.
  • Internet: Neee, Heteros schreiben ihre 'Profile' nicht ins Internet. Schon gar nicht bei Orkut, OpenBC oder Neu.de. Und auch nicht mit Aktfotos (sorry, da kenne ich mich nicht so aus, gibts aber bestimmt auch für Heteros, warum sollte man sich diesen Markt entgehen lassen?).

Insgesamt nicht besonders aufregend, Bild. Vor allem nicht besonders geheim, schliesslich hast Du es ja rausgefunden, da kann das nicht soooo wahnsinnig subkulturell sein.

Okay, dann mal Butter bei die Fische. Worum geht es wirklich, wenn Heteros über Homos und deren widernatürlichen Praktiken berichten - mal abgesehen von der mit allgemeinen Bild-Sensationsgier und dem damit verbundenen Voyeurismus zu scheffelnder Kohle?

Auch Hetero-Männer kaufen sich Sex, das kann es bei Moshammer nicht wirklich sein. Auch Heteromänner leisten sich Doppelleben, haben neben Ehefrau noch eine Geliebte, lassen sich auspeitschen oder fahren Autorennen - so what?

Zum Thema Homophobie gibts nen Artikel bei Wikipedia, ansonsten habe ich noch das hier gefunden - das ist aber für den typischen Bildredakteur nicht satt genug formuliert:

Bild, eigentlich geht es Dir doch ums Arschficken, um die Sache mal beim Namen zu nennen.

Genauer, um Deine Angst vor dem Arschgefickt (hmm. schreibt man das jetzt in einem Wort?) werden - sonst würdest Du doch schwul sein nicht nur auf Klappenspielchen reduzieren, oder?


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18.01.2005


22:50 Uhr  Wir werden Freiheit und Demokratie verbreiten!


Die kulturellen Bettnässer auf der anderen Seite des Atlantiks haben nun endgültig die Bodenhaftung verloren.

"Wir werden Freiheit und Demokratie in der Welt verbreiten. Wir können nicht verschnaufen, bis jeder, der in einer durch Angst gezeichneten Gesellschaft lebt, frei ist." Danke, danke, Condi.

Die Staaten, die noch befreit werden müssen, sind Birma, Kuba, Iran, Nordkorea, Simbabwe und Weißrussland.

Naja, das ist soweit klar, oder?

Wenn die Diplomatie nicht richtig tut, kann man auch gleich einmarschieren, das hat ja schon ein paar mal hervorragend funktioniert und kaum Menschenleben gekostet - mal abgesehen vom befreiten Volk erwischt das ja eh nur den eigenen Abschaum, der so dämlich war, zur Armee zu gehen.

Iran bietet sich dafür quasi an, ist ja nicht so weit, das spart Verlegungskosten für den Militärapparat. Das Problem: Die Mullahs könnten sich (ebenso wie Nordkorea) ernsthaft wehren, und wahrscheinlich hat dann der eine radikale Ausleger einer Weltreligion einen anderen radikalen Ausleger eine anderen Weltreligion am Arsch. Ich hoffe, das der zweite radikale Ausleger den ersten radikalen Ausleger etwas genauer identifizieren kann und beim Gegenschlag nicht gleich ganz Yurp mit ins Gras beißt.

Langsam wird es Zeit, das mal jemand einen klassischen Tyrannenmord begeht - im Sinne der Menschlichkeit. Wahrscheinlich muß man ein paar mehr umlegen, als nur den irren, inzwischen trockenen Legastheniker Dubya an der Spitze - ob das dann philosophisch noch als Tyrannenmord durchgeht, oder eigentlich Terrorismus ist, müssen dann die Massenmedien entscheiden.

update Zumindest brökelt nun auch die 'Koalition der Willigen' - der britische Außenfraggle sagt dazu sehr deutlich: "I don't see any circumstances in which military action would be justified against Iran, full stop."

Und auch in Old-Yurp sind nicht nur die üblichen Verdächtigen verschreckt, sondern auch die Bundesregierung (naja, die läuft ja schon fast unter the usual suspects) und sogar die Merklosition steht nicht mehr in Treue fest zu Dubya.

Selbst in Amerika regt sich Widerstand, so wird Kissinger mit "Muskeln sind kein Hirn" im SPON zitiert.


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17.01.2005


16:15 Uhr  Geocaching mit Anspruch


Am Wochenende war ich in Hamburg, erstens war mal wieder Vorstandssitzung, außerdem wollte ich die von mir für mein Boot favorisierte Bootsheizung vor dem Kauf mal in Ruhe befingern.

Deswegen waren wir am Samstag in aller Frühe bei Toplicht, der bevorzugten Apotheke für den gepflegten Traditionssegler. Dort waren auch einige der Öfen, die in Frage kommen, aufgebaut, auch der Refeks 66 MK (ich weiß nicht, ob der Link hält). Einen kleineren gibt es nicht (1.6 kw ist eigentlich zu viel für meine paar Kubikmeter).

Fässt sich schön an, alles Edelstahl, sehr wertig. Warum kostet so ein scheiss Blechnapf (mehr isses auch bei viel gutem Willen eigentlich nicht) 700 Euro? Die sind bekloppt, die Dänen. Der blöde Regulator (eine Art Vergaser, der bei bis zu 15° Grad Krängung immer noch sehr gleichmäßig Diesel abgibt) alleine kostet schon 200 Euro, der Rest ist nur geschickt gewickeltes Edelstahlblech.

Und das Zubehör macht mich richtig arm. Aber die anderen Hersteller machen mich nicht so richtig an. Der Ladenmensch ist nett und weiß scheinbar, was er tut. Er schleppt auf mein Bitten Zubehör und Einzelteile aus dem Lager ran.

Heike kommt ziemlich entgeistert mit einer Dose (0,75 Liter) D1 Holzschutzöl an, und fragt, ob ich weiß, was das Zeug kostet. Ich tippe auf 20 Euro und bin nahe bei. Mich wundert etwas, daß Heike den Preis nicht kennt, auf Traditionsschiffen wird D1 in extremen Mengen verbraucht, weil D1 eine Holzimpregnierung ist, die nicht lackiert werden muß und damit die (nicht vorhandene) Endlackierung bei Belastung auch nicht aufreist und Wasser eindringt. Wasser kann sowieso nicht eindringen, weil man D1 satt aufträgt, bis das Holz damit vollgelaufen ist. Jedenfalls hat Heike früher davon eimerweise für Roald und Nobile gekauft - scheinbar ändert sich das Verhältnis zu den Kosten, wenn man das Zeug aus eigener Tasche zahlen muß :-)

Wir verlassen etwas erschöpft den Laden, ich fahre zur Vorstandssitzung, Heike macht irgendwas. Die Sitzung läuft ganz gut.

Uwe, der beim Geocaching unter Antenne firmiert, hat mir einen Cache in der Nähe von Lüneburg ans Herz gelegt, Heike und ich beschliessen, uns am Sonntag an diesem Cache zu probieren. The House of Hades klingt schon von der Beschreibung und den Bildern nicht schlecht, das Gelände ist wirklich super. Die eine oder andere Station war auch nicht ganz leicht zu entdecken.

ACHTUNG, SPOILER!

Wer diesen Cache noch suchen will, sollte sich die folgenden Bilder eventuell sparen - sie könnten die Suche sonst in der einen oder anderen Richtung beeinflussen. Alle anderen: So sieht das dann in der Praxis aus. Man fasst in Löcher oder krabbelt auch mal in eins. Dieser Cache ist nicht nur vom Gelände (überall stehen lustige Kegel und Lüftungspilze herum) klasse, sondern auch vom technischen sehr liebevoll gemacht - wir hatten jedenfalls Spaß dabei.


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14:25 Uhr  kackstation-Experiment erfolgreich beendet


Liebe Zielgruppe,

ich muß euch leider mitteilen, das das Kackstation-Experiment sein inzwischen von mir fest erwartetes Ende gefunden hat.

Ich bekam neulich Email und SMS, es läge ein Paket für mich vor. Begeistert schlenderte ich zu passenden Kackstation, steckte die Karte ein, und bekam mein Paket nicht, weil 'Die PIN wurde dreimal falsch eingegeben, Ihre Karte wurde nun aus Sicherheitsgründen gesperrt'.

Aja. Passenderweise erfuhr ich genau dies, als ein Post-Büttel hinter mir stand, ich also trotz eigentlich unbemanntem Automaten direkt jemand bei mir hatte, den ich anschreien konnte (es gibt einen Gott!), der auch noch für die Organisation arbeitet, die nicht mit mir arbeitet.

'Ja, da kann ich Ihnen nur helfen, wenn Sie die Päkket-EIDI haben (ogott, nicht schon wieder...)' Naja, langer Rede kurzer Sinn, ich habe ihn am Ende leben gelassen, man will ja nicht für anderer Firmen Dummheit in den Knast wandern. Schon während des Streitgesprächs erreichte mich eine SMS, das meine Karte nun gesperrt sei, und ich unter 01805irgendwas gebührenpflichtig und so weiter.

Zuerst überlege ich, es einfach sein zu lassen, das Päckchen wird mich schon irgendwie erreichen. Damit wäre die Geschichte eigentlich abgeschlossen, aber heute morgen fand ich eine Email, in der ich mitgeteilt bekam, per einfacher Antwort auf die Email die Karte wiederfreigeschaltet zu bekommen - dies tat ich einfach.

Leider, leider haben die auch die PIN wieder auf die Auslieferungspin zurück gesetzt, die ich nach meiner Änderung der PIN natürlich vernichtet habe. Also doch da angerufen. Sie würden mir eine neue PIN per Einschreiben zuschicken. Ich habe noch mal kurz erklärt, warum ich eigentlich bei kackstation mitmachen wollte, der wesentliche Grund war, daß ich eben nicht mehr zur Post rennen wollte - was bei einem Einschreiben ohne Zweifel notwendig ist, selbst wenn man nicht ALG II bezieht oder aus anderen Gründen tagsüber zuhause rumhängt, da die Briefzusteller alle in ring&run ausgebildet sind, also nicht mal versuchen, ein Einschreiben persönlich zuzustellen.

Der Kasper am Telefon kann dazu auch nix sagen - eine andere Möglichkeit gäbe es eben nicht, dann solle ich eben kündigen. Immerhin bekomme ich eine einmalige andere Postirgendwasnummer, mit der ich mein Paket abholen darf.

Vielleicht bin ich zu doof, oder zu anspruchsvoll. Ich bekomme meine Post wieder in die Firma - ist eh besser, weil das gleich noch die Kollegen neidisch macht.


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12.01.2005


16:06 Uhr  Erster /new/ iPod-Hack bekannt.


Für Apple-Jünger, die bereits einen normalen iPod haben, und sich nun ärgern, nicht den neuen zu besitzen, gibt es ein bequeme und vor allem preisgünstige Lösung.

Einfach mit einer Postit-Etikette das Display abkleben und alle Songs bis auf 200 Stück löschen. Wer dazu ne bebilderte Anleitung braucht (für typische Apple-Nutzer also), guckt mal hier:

http://www.gizmodo.com/gadgets/portable-media/ipod/howto-hack-ipod-into-ipod-shuffle-029509.php.

Außerdem gelangte an die Öffentlichkeit, daß das Netzteil für den iMini größer als erwartet ausfällt. http://www.industrial-technology-and-witchcraft.de/index.php/ITW/13331/

Schöne, neue Welt.


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11:24 Uhr  Verrat! Apple baut nun Billigrechner.


Da macht sich die ganze Welt nen Kopp,

  • weil auf der Apple-Messe Macworld-Expo in SFBA in der Keynote von Steve Job mindestens eine Neuvorstellung von toller, neuer, teurer Apfelhardware erwartet wird,
  • Apple setzt die Preise der Powerbooks runter (vor einer Woche) - um fast 400 Euro pro Stück.
  • Im Netz gibt es sogar Fotos von angeblichen, neuen Produkten und den passenden Kartons dazu.
  • Apple strebt Prozesse wegen Geheimnisverrats an.

Da ich mir ein neues Laptop kaufen muß (das alte ist klapprig und fertig), und ich so ziemlich alle Level des Adventures 'Linux auf dem Desktop' durchgespielt habe (ich muß nicht nochmal rausfinden, ob und wie ACPI/APM, die per BIOS gesteuerte Monitorbeleuchtung, Lautstärke usw. unter Linux nicht oder nur teilweise funktionieren, ich will einfach nur, das es funktioniert), und die eigentlich von mir präferierten Sony Vaios mit Metallgehäuse so dermaßen unverschämt teuer und auch noch unter Linux nicht voll funktionsfähig sind, dachte ich an ein Apfel-Blechbuch.

Das ist auch teuer, aber wenigstens gibts ein auf der Hardware funktionierendes Betrübssystem gratis dazu.

Das Metallgehäuse hat sich für mich bewährt, mein SR-11 hat es immerhin vier Jahre lang als permanenter Begleiter überlebt.

Intel-kompatible Laptops nerven mit scheisse implementierten ACPI-Funktionen, es funktioniert nicht die komplette Peripherie, bzw. man muß basteln, um das hinzubekommen. Basteln muß ich eh schon in der Firma, daß brauche ich inzwischen nicht mehr privat zu tun. Es reicht mir, wenn es einfach tut.

Mac OSX ist ein ziemlich geiles Betriebssystem, weil es ursprünglich für Technikidioten wie Grafiker und andere 'Künstler' geschaffen wurde - und verhält sich einigermaßen intelligent gegenüber dem User.

Nebenbei steckt ein richtiges Unix unter der Haube, so daß ich alles wesentliche an Werkzeugen habe, was ich so brauche - wie eine ssh, einen richtigen Editor und so weiter und so fort - ich muß es mir also nicht antun, da noch ein Hausbesetzerbetriebsystem draufzufummeln (was technisch natürlich schon geht, Nachteile: siehe oben).

Also sitzt man leicht sabbernd vor den Gerüchten um die Macworld-Expo, angeheizt durch Kollegen, die auch schon auf Blechbücher umgestiegen sind.

Und was passiert? Steve kündigt einen stinkenden Billig-iPod ohne Display und einen billigen Mini-Mac an. *seufz*

Wobei der Mini-Mac schon sehr geil ist - unter 500 Euro, und von der Bauform passt er locker in eine Autoradiohalterung (theoretisch auch auf nem Boot) - ein echter Kampfpreis, allerdings kommt da ja dann noch die Peripherie dazu, und niemand (selbst Frank nicht) wird so ein Ding an einem schnöden CRT oder einem Billig-Display, auf das kein Apfel eingeprägt ist, betreiben.

Trotzdem will ich ein Blechbuch. Verdammt.

Der iMer ist von schandmaennchen.de geklaut. Leider verfügt schandmaennchen.de über keine nachvollziehbare Archivierung alter Links und Bilder, so daß ich das mal exportieren mußte - ein Link wäre mir ehrlich gesagt lieber - sorry, Schandmaennchen.


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10.01.2005


11:20 Uhr  Es gibt Reis, Baby.


Am Freitag abend gab es den ersten Ernstfall für mein asiatisches Kochbuch.

Am nachmittag hatte ich dank Herrn Montags Tipp Asia-Mekong am Alexanderplatz geplündert. Dort gab es im Gegensatz zum kleinen Inder in der Schlesischen Straße eigentlich alles, was man nicht genau wissen will, auch 100jährige Eier - Fischpaste (sieht so ein bißchen aus wie in der Pathologie - Fisch im Glas im Glibber), etwa 45 Sorten Glasnudeln und so weiter und so fort.

Im Kochbuch steht 4 rote Chilischoten - wattdennu? Bei Mekong gibts 4 Sorten rote Chilischoten. Das Personal ist sehr nett: Ja, lie lind alle schalf - gnihihihi. Dielel hiel nilch sol, abel dielel noch schälfel hihihi. Hmm. Nur leicht überfordert nehme ich die vielen kleinen - die kann man vielleicht besser dosieren. DIe Fischsosse finde ich auch erst nach einigem Ekel - Fischsosse, und nicht Fischpaste. Der Unterschied? Fischpaste siehe oben. Fischsosse ist anscheinend durchgedrehte, gefilterte flüssige Sardelle.

Mit einer ziemlich vollen Tasche mit Beute nachhause - ein paar Sachen kenne ich gar nicht, zum Beispiel Galgant (so eine Art Ingwer für Erwachsene) - und ich muß mich beeilen, bekomme Besuch. Nico gibt mir den Tipp, die gerade gekauften Shikanse-Pilze mal gleich einzuweichen - wäre ich nie drauf gekommen.

Es wird Tom Yam Gung (süßsaure Garnelensuppe auf thailändische Art) und hinterher in Teig ausgebackenen Fisch mit Reis und Gemüse geben. hmm. Ich sabbere mich gerade - also beim Gedanken daran, obwohl ich es schon gegessen habe.

Erstmal alles auf dem Tisch aufbauen und ansehen. Schön siehts aus.

Inzwischen sind alle Versuchskanninchen (Nico, Birgitt und Leila) eingetrudelt - dann kann es ja los gehen. Das Problem beim Wokken ist, das es, wenn der Wok erstmal heiß ist, tierisch schnell gehen muß. D.h., man kann nicht erst während das erste Dingsbums im Wok brennt, den Rest zuschneiden, schälen usw, sondern muß sich das vorher alles zurecht legen. Die Garnelenpanzer, mit denen ein Garnelengrundgeschmack erzeugt werden soll, stinken wie schon sehr, sehr lange tot. Zusammen mit Zitronengras wird es schnell besser.

Mir ist immer noch unklar, wieviel Chili daran kann, ohne das mein Besuch sofort stirbt. Ich schneide eine einzelne Schote auf, und lecke am Messer, mit dem ich sie aufgeschnitten habe. Ich beschließe spontan, daß eine - und zwar ohne die Kerne - sicher ausreicht, um die notwendige Schärfe zu erzeugen. Der Rest des Abends muß dann eben ohne Abzuschmecken durch den Koch laufen - da kann man nix machen. Ne wirklich gute Empfehlung, und ich habe noch 20 Stück (Packungsgröße) übrig.

Die Suppe ist die Wucht, auch von der Menge her genau richtig. Nach einer kurzen Pause kümmere ich mich um den Hauptgang. Bei der Prüfung, ob das Fett schon heiß genug ist (mit einem winzigen Tröpfchen Wasser) brodelt es gewaltig. Nico kommt gucken, was los ist. Etwas übermütig fritieren wir gemeinsam nicht nur den Fisch, sondern einiges Gemüse gleich mit.

Leider habe ich keinen Mörser, um die für den Dipp notwendigen Zutaten (Ingwer, Koriander, Knoblauch, Sojasauce) gemeinsam zuvermatschen. Ich brauche einen Mörser.

Trotzdem gibt es ein sehr sehr leckeres Essen - mitsamt dem Salat von Nico. Alle räkeln sich pappsatt bis komplett gemästet auf den Sofas - die eigentlich noch vorgesehenen gebackenen Bananen lassen wir einfach weg.

Gestern waren wir dann etwas in der Stadt unterwegs - das Denkmal für die ermordeten Juden Europas ist fast fertig und mich wurmt es ziemlich (abgesehen von der monumentalen Häßlichkeit), das andere, weniger gut durch Lobbygruppen vertretene Opfer der Nazis wieder mal nicht vertreten sind. Birgitt ist seit zwei Jahren nicht mehr in Berlin gewesen, seitdem hat sich einiges getan.

Gestern abend gabs wieder asiatisch - es war einfach zu viel frisches Zeug übrig. :-)

Heute waren wir auf dem Trödelmarkt am 17.Juni - und hinterher auf dem benachbarten Kunstgewerbemarkt. Der Trödelmarkt ist groß - so groß, daß Preisabsprachen scheinbar nicht mehr möglich sind. Leila findet eine brauchbare Mühle mit verstellbarem Mahlwerk, ich finde nüscht brauchbares - alle vorhandenen Mörser sind aus Messing und nicht aus Steingut.

Auf dem Kunstgewerbemarkt gibt es teuren und angeblich künstlerischen Schnickschnack, wie zum Beispiel Tagebücher. "Na, wissen Sie, diese Bücher importieren wir direkt aus Bali" - ist klar, Cheff. Dann wollen wir sie noch lieber kaufen, mit Kinderblut dran und so. Auch sonst ist alles sehr künstlerisch - zum Glück können Birgitt und Leila ihren Kaufrausch dann doch noch relativ preisgünstig befriedigen - mit Stoffschläuchen, genannt Pulswärmer. Mir war nicht klar, wie ich bisher ohne überleben konnte.

Jaja, die Fotos sind alle verwackelt - es war dunkel und Sturm und 1/8 Sekunde aus der Hand ist schwierig.


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06.01.2005


10:39 Uhr  don't worry - take curry


Gestern sind meine bei Amazonk bestellten Idioten-Kochbücher eingetroffen.

Ich habe mir dann gestern abend die Bilder (schöne Bilder) und die Rezepte (*sabber*) bei einer Flasche Wein reingeholfen. Wenn man Kochbücher liest, sollte man dringend vorher satt sein, sonst wird das ganz, ganz schwierig.

Gut: Die Bücher scheuen sich nicht davor, auch grundlegende Tätigkeiten (wie bedient man eine Bratpfanne, mit welchen Kartoffeln macht man was, wo im Kühlschrank bewahrt man was am besten auf) ausführlich genug zu beschreiben, das es auch bei planlosen Menschen wie mir hängen bleibt.

Schlecht: Mir fällt auf, das es in meiner Anfängerküche ein paar anscheinend essentielle Dinge nicht gibt, z.B. eine Pfeffermühle und ein richtiges[tm] Messer. Das kostet alles wieder... Abgesehen davon bin ich mit meinen Messerchen bisher gut zurecht gekommen, eine Pfeffermühle anzuschaffen, sehe ich gerade noch ein.

Gestern habe ich zum ersten Mal online Bilder von Digitalfotos bestellt (bei dm-Digi-Foto. Mal gespannt, ob das was wird. *klicker* Hmm. Die haben Sendungsverfolgung, wie kewl: 'Ihr Auftrag ist am 05.01.2005 in unserem Labor eingegangen und wird derzeit bearbeitet'

Das könnte man jetzt mit Kackstation verbinden, aber ich will mal mein Glück nicht überstrapazieren.


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03.01.2005


20:48 Uhr  Der ist wirklich noch gut, der Bauwagen...


Nach Weihnachten folgt fast zwangsläufig Silvester, so ist das.

Nils sucht dann immer 10 (glaube ich) Namen von Leuten, die das kommende Jahr auf jeden Fall ins Gras beißen werden. Ziemlich gutes Spiel, das.

Ich bin nach zwei Tagen aushalte^Warbeiten nach Münster gefahren, schliesslich stand noch eine einigermaßen bekloppte Aktion an, um das Jahr 2004 mit Würde abschliessen zu können.

Im Auftrag von Jürgen haben wir (Christoph und ich) uns bereit erklärt, einen alten (wie alt, wird sich noch zeigen) Bauwagen aus der Nähe von Wesel am Rhein, genauer Voerde, noch genauer: 51° 36' 51" N, 006° 42' 15" E nach Altenberge (n-lich Münster), 52° 3' 33" N , 007° 30' 22" E zu ziehen.

Dazu hatte uns Jürgen einen Trecker von einem Nachbarhof organisiert, weil Jürgens Hof (ein Demeter-Betrieb) nicht so große Trecker hat. 'Groß' meint hier: Mit Kabine, einem Beifahrersitz, auf dem man auch mal 50km überleben kann und genug Gewicht, um einen 10-Meter-Bauwagen stoppen zu können. Leider hat der Trecker gerade keine Scheibe in der Backbordtür, so daß Christoph erstmal eine Plexiglasscheibe einbaut. Mit Silikon eingeklebt und dann mit Gaffatape und ein paar Latten auf Presspassung gesetzt - ich gebe der Scheibe 500 Meter auf der Hofzufahrt, aber sie überlebt dann doch die gesamte Strecke (etwa 170 km).

Währenddessen vergnüge ich mich mit drei schrottreifen Lichtleisten - Jürgen und Jürgen (der, dem der Trecker gehört) sind beide der Meinung, das es reicht, wenn der linke Blinker geht - der Rest ergebe sich selbst dem blödesten Autofahrer alleine - Bauern kennen sich da aus :-) Naja, etwas mehr Licht ist doch aber auch nicht wirklich schlecht.

Gegen 13:00 Uhr kommen wir endlich los. Der Notsitz ist tierisch unbequem, man sitzt (im Gegensatz zum Fahrer) komplett ungefedert und mit den Knieen direkt vor einer Wand. Das kann ja Eiter werden...

Zum Glück realitiviert sich das, sowie wir feste Straßen erreichen, und ziehen das Ungetüm im letzten Straßengang auf satte 32,2 km/h. Gar nicht mal laut. Ich mag Maschinen, die man im schnellsten Gang von 3x4x2 (3 mal generelle Auswahl der Gesamtübersetzung, 4 mal 'normale' Gänge, 2 mal Richtung) Gängen ruckelfrei und ohne zu brummeln anfahren können.

Durch den Frontlader (steuerbar durch Joystick mit zwei Feuertasten) wirkt der Schlepper von vorn so groß, das auch größere Autos auf schmalen Straßen brav nach rechts ausweichen.

Leider habe ich vergessen, die o.g. Koordinaten in mein GPS zu tickern, so daß wir leider mit traditionellen Mitteln navigieren müssen. Je weiter wir Richtung Westen kommen, desto mehr Schnee liegt auf den Feldern.

Wir kommen genau rechtzeitig mit einbrechender Dunkelheit auf dem Hof an, auf dem der Bauwagen - eigentlich ein ehemaliger Waschwagen der Babcock schon für uns bereit steht. Selbst im Dunklen ist zu erahnen, das der Bauwagen erstens riesig groß und zweitens in ziemlich fertigem Zustand ist.

Der Bauer kommt angestiefelt und schwallt uns voll - super Teil usw. usf. Auch die Auflaufbremse 'äh, die tat neulich noch - klar, aber euer Trecker bremst den Wagen auch ohne - das ist kein Problem, ne?' Eigentlich ist mir gar nicht so klar, warum er das Superteil überhaupt weg gibt - eigentlich könnte man damit sofort gegen den Iwan ins Feld ziehen.

Naja - eigentlich doch. Wenn der Schrott jetzt nicht bald vom Hof kommt, kann man ihn nicht mehr in einem Teil weg bewegen, weil sich beim ersten Anzug der Aufbau vom Fahrgestell trennt. Möchte wissen, was Jürgen genommen hat, als er das Ding besichtigt hat.

'Vollisoliert' - jupp. Der Wagen ist innen mit PVC ausgeschlagen, d.h., zwischen den Außenwänden (aus Holzlatten) und der Innenwanne kann es richtig gut gammeln. In seiner ganzen Schönheit können wir das erst am nächsten Morgen im Tageslicht bewundern. Ein witziges Detail: Der Wagen hat eine Duschwanne.

Ansonsten ist er auch innen ziemlich verwarzt. Der Wagen steht dem allmorgendlichen Milchlaster im Weg, Christoph schiebt den Wagen (nach dem sich der Bauer endlich verzogen hat) ziemlich gekonnt in eine Matschkuhle, durch die der Milchwagen auf keinen Fall fahren wird - wir bekommen durch etwas Betteln noch einen Ballen Stroh, damit wird es auf dem siffigen Boden etwas gemütlicher.

Wir latschen GPS-gestützt bis in den Ort, und essen beim Thai-Chinesen-Japaner an der B lecker thailändischen Backfisch, und dann wieder zum Bauwagen. Wir sind beide ziemlich erschossen und machen es uns im Stroh bequem.

Am nächsten Morgen - noch vor dem Hellwerden - kläfft die blöde Bauernzwingertöle 15 bis 20 Minuten ununterbrochen. Als ich endlich wieder eingeschlafen bin, fährt der Milchwagen oder irgendwas anderes ohne Endschalldämpfer direkt durch den Waschwagen - wieder wach. Nach dem Betanken dann nochmal zurück. Wir stehen dann doch mal auf.

Klar, das die Auflaufbremse so fertig und verbogen ist, das an einen sachgerechten Betrieb nicht zu denken ist.

Nach dem Anbringen von Nummernschild und Lichtleiste (und weiterem Kopfschütteln über den Gesamtzustand) sind wir dann mit dem Geschoss losgeschiggert.

2,5 breit, 10 Meter lang, plus Schlepper vorn. Auf winzige Vollgummireifen, ne Spurweite wie der Augenabstand beim Hering. Schaukelt aber kaum.

Nun weichen uns auch richtig große 60km/h-Trecker mit Güllefässern dran und 40t-LKW aus. Im Zweifel hilft es, den Frontlader auf Augenhöhe zu bewegen, darauf reagieren auch GTI- und andere Ralleyfahrer sofort.

Das Problem: Abbiegen im 90°-Winkel. Der Schlepper fährt um die Ecke, die Deichsel und die Vorderräder folgen, die Hinterräder bleiben stehen und drehen sich einfach um 90° und mähen alles um, was sich neben dem Bauwagen befindet. Wir brauchen etwas, um herauszufinden, wie weit man in den Gegenverkehr muß, damit wir keine von diesen weiß-schwarzen Fahrbahnbegrenzungsfählen ummüllern. Aber dafür haben wir ja den Frontlader dran.

Wir gewöhnen uns an das Gespann und fahren letztlich genauso schnell wie ohne Anhang - nach hinten kann man eh nix sehen. Ortsdurchfahrten mit Kreisverkehren oder auch nur Mittelinseln sind spannend, genau so, wenn irgendwelche Leerbrenner nicht verstehen, warum wir trotz Blinker links erstmal nach rechts/gradeaus fahren.

Wir kommen ohne irgendwas zu beschädigen oder in einem großen Schlagloch den Aufbau zu verlieren bis nach Altenberge. Zumindest wartet noch nicht die Schmiere auf uns, als wir den Trecker abgeben. Die Hofgemeinschaft starrt auch etwas verwundert auf den Anhänger - guter Zustand, naja, das Ding gibt mindestens nen guten Hühnerstall ab - Tine denkt da auch eher praktisch. Damit ist der Job erstmal erledigt, wir beschliessen, über den Jahreswechsel hier zu bleiben.

Am nächsten Morgen sind wir wegen Urlaub und Markttag (der Hof vermarktet alle seine Erzeugnisse direkt) alleine auf dem Hof und haben unter anderem den Auftrag angenommen, im Hühnerstall Eier zu sammeln. Komisches Gefühl, zu 120 hungrigen Hühnern ins Gehege zu steigen. Aber sie sind nicht besonders wehrhaft, und wir schaffen es, ohne von den Hühnern gefressen zu werden, alle Eier einzusammeln.

Für das für uns beide obligate Feuer fahren wir mit einem kleinen Trecker in den hofeigenen Wald und holen Holz.

Ein sehr ruhiges, angenehmes Silvester im kleinen Kreis - das Pagodenfeuer brennt trotz der Nässe sofort und gut. Das härteste Knallzeug, das wir haben, sind Wunderkerzen. Das Feuer brennt viel länger, als eigentlich geplant. Die anderen machen danach noch Blei giessen, ich gehe pennen.


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this oerks!

Wegen der Spamseuche wird die angegebene Emailadresse sehr stark gefiltert (und es fehlt das at - sorry) - sie ist von typischen Spam-Domains wie yahoo,hotmail,excite usw. sowie mit syntaktisch und/oder semantisch falschen Emails nicht erreichbar.